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17.06.2017 · Oberallgäu

Kinderpornos im Internet verbreitet: Oberallgäuer (58) zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt

Gericht · Entblößte Siebenjährige, Achtjährige, die von Erwachsenen missbraucht oder Zehnjährige, die zu sexuellen Handlungen gezwungen werden – Es ist eine Liste unfassbarer Grausamkeiten, verübt an wehrlosen Kindern, die der Staatsanwalt zum Auftakt der Verhandlung am Amtsgericht Sonthofen mit ruhiger Stimme verliest.

Justizia
JustiziaBild: (dpa)

Gezeigt werden diese Handlungen auf 156 Videos und 469 Bildern, die Ermittler der Kriminalpolizei bei einer Wohnungsdurchsuchung im Oktober 2016 auf Computern eines 58-jährigen Oberallgäuers entdeckten. Der Angeklagte soll die Aufnahmen nicht nur besessen, sondern auch im Internet weitergegeben haben. Deshalb ist er neben dem Besitz auch wegen der Verbreitung von Kinderpornos angeklagt.

Ein Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung lautet das Urteil nach der zweistündigen Verhandlung am Amtsgericht Sonthofen. Der 58-Jährige muss 400 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten und sich einer Therapie unterziehen. Wird das Urteil rechtskräftig, steht er vier Jahre lang unter Bewährung. Während dieser Zeit muss er die Inhalte seines Computers jederzeit den Behörden zugänglich machen. Der Staatsanwalt lässt offen, ob er Rechtsmittel einlegt. Er hat eine höhere Strafe gefordert.

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Artikelinfos
AutorMichael Mang
QuelleAllgäuer Anzeigeblatt
Veröffentlichung17.06.2017
Ort Oberallgäu
Schlagwörtergericht, prozess, urteil, kinderpornografie
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