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23.07.2007 · Allgäu

Das Ziel heißt Qualitätsprodukt

Käsestraße Angebot für Radler und Wanderer weiter entwickeln

Westallgäu/Oberstdorf | az | Vom 25. bis 28. Oktober ist Oberstdorf Schauplatz einer internationalen Großveranstaltung, der „Olympiade der Käse aus den Bergen“. Der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller ist überzeugt: „Der Austragungsort könnte nicht besser gewählt sein.“ Im Vorfeld dieser Olympiade berichten wir über Aktivitäten in unserer Region rund um das Thema Käse. Nach der Allgäuer Sennalpwege-Initiative und der Bregenzerwälder Käsestraße stellen wir heute die Westallgäuer Käsestraße vor.


Als der langjährige Bürgermeister von Oberreute, Armin Bauer, 1998 mit der Idee an die Öffentlichkeit ging, eine „Westallgäuer Käsestraße“ ins Leben zu rufen, wollte er damit vor allem zum Erhalt von Kulturlandschaft und kleinen Sennereien beitragen, die typische Allgäuer Gastronomie und die regionalen Produkte fördern sowie die Direktvermarktung ausbauen.

In einer weit verbreiteten Broschüre, die zusammen mit anderem Werbematerial in einer Neubearbeitung herauskommen soll, konnten sich Radler und Wanderer mehrere Rundkurse aussuchen; ein Wegenetz, das die Käseproduzenten und Wirte im Westallgäu miteinander verbindet. Bauer: „Natürlich wollten wir damit auch das Wir-Gefühl und den Tourismus in unserer Region stärken.“ Bundesweit fand das Projekt beachtliche Resonanz.

Um sich „noch kompetenter und schlagkräftiger“ zu präsentieren, wurde kürzlich ein Verein gegründet, dessen Vorsitz Armin Bauer führt. Neben neun Sennereien im Westallgäuer Kerngebiet und im angrenzenden Baden-Württemberg sind bislang weitere 21 Betriebe beigetreten. Bauer hofft nun auch auf die Beteiligung der Gemeinden: „Denn wir müssen die Käsestraße als Angebot für Radler und Wanderer jetzt zu einem Qualitätsprodukt weiter entwickeln.“ Ähnlich dem der Bregenzerwälder Käsestraße, die sich professionell als „Genussregion“ vermarkte. Aktuell gab sich der Verein strenge Richtlinien. Dazu gehört das Bekenntnis zur „silofreien“ und „gentechnikfreien Fütterung“ der Milchkühe. Und für Armin Bauer ganz wichtig: „Es gilt, in Zukunft die Westallgäuer Käsestraße als Netzwerk für regionale Entwicklungen und Kooperation von Landwirtschaft, Tourismus, Gastronomie und Handel noch weiter nach vorne zu bringen.“

Eine Ausweitung der Aktivitäten in Richtung Oberallgäu - wie etwa eine Zusammenarbeit mit Immenstadt und Oberstaufen - kann sich Bauer gut vorstellen.

Langfristig nicht ausschließen wollen die Westallgäuer, dass ihre Initiative aufs gesamte Allgäu ausstrahlt. Das hatte sich der Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser bereits 1999 gewünscht.

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Artikelinfos
Veröffentlichung23.07.2007
Aktualisierung15.06.2011 17:25
OrtAllgäu
Schlagwörterkäsestraße
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