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17.06.2017 · Kempten

AZ-Benefizkonzert auf dem Hildegardplatz in Kempten: strenge Sicherheits-Vorgaben

Sicherheit · Wenn die Big Band der Bundeswehr beim AZ-Benefizkonzert auf dem Hildegardplatz spielt, müssen strenge Vorgaben erfüllt sein. Zum Beispiel sind die Ansprüche an den Ordnungsdienst höher.

Hildegardplatz in Kempten
Hildegardplatz in KemptenBild: Martina Diemand

Bevor demnächst Bundeswehr-Oberstleutnant Timor Oliver Chadlik auf dem Hildegardplatz in Kempten beim Open-Air-Benefizkonzert der Bundeswehr-Big-Band den Startschuss bekommt, muss ein umfangreicher Katalog an organisatorischen Vorkehrungen erfüllt sein. Dort, vor der Basilika, spielen am Dienstag, 27. Juni, die Musiker bei einer Veranstaltung der Allgäuer Zeitung für das Leserhilfswerk „Kartei der Not“. Bis dahin muss vor allem das Sicherheitskonzept stehen.

Ob Absperrungen, Brandschutz, Strom, Wasser, Rettungskräfte oder Toiletten – alles muss bis aufs kleinste Detail organisiert werden. Selbst dann könne es nie eine absolute Sicherheit geben, heißt es seitens der Verantwortlichen. Doch man sei sensibler geworden, sagt Uwe Sutter, kommissarischer Leiter des städtischen Ordnungsamts. So werde mehr Wert auf die Qualifikation des Sicherheitsdienstes gelegt. Maßnahmen wie Absperrungen durch Poller oder Fahrzeuge freilich sind kein Thema.

Denn die jüngsten Terroranschläge haben in vielen Städten, in denen Großveranstaltungen anstehen, die Verantwortlichen aufschrecken lassen. Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen sind vor allem in Großstädten mittlerweile die Regel – ob der kreisende Helikopter über einem Massen-Marathonlauf oder über einem anderen Mega-Event. „Wie entspannt“, sagte da eine Läuferin nach dem Nachtmarathon in Kempten, sei doch die Lage hier.

Doch einen schärferen Blick auf die Sicherheit hat man auch in der Stadt. So seien die Anforderungen an die Ordnungsdienste höher geworden. Sie hätten vielfältigere Aufgaben zu erledigen. Dazu werde eine entsprechende Qualifikation vorausgesetzt. Will heißen: Studenten und Schüler, die jahrelang beispielsweise auf der Allgäuer Festwoche als Sicherheitskräfte eingesetzt wurden, sind lange schon von erfahrenen Profis ersetzt worden.

Auf „Mitarbeiter mit hohem Erfahrungsschatz bezüglich der örtlichen Gegebenheiten“ (so im Amtsdeutsch) wird jetzt Wert gelegt, heißt es im Sicherheitskonzept für das Open-Air auf dem Hildegardplatz. Die Leute sollten zudem praxiserfahren sein und eine Sachkundeprüfung haben. Die „persönliche Zuverlässigkeit“ wird dann auch vom Ordnungsamt geprüft.

Sperrungen am Platz

Dennoch: „Eine absolute Sicherheit gibt es nicht“, sagt Sutter – und auch von der Polizei ist das so zu hören. Wenngleich die Kemptener Inspektion „mit ausreichendem Personal“ beim Open-Air dabei sei. Auch die Sicherheitswacht werde unterwegs sein und das Gelände rund um den Platz sowie das Geschehen beobachten. „Präsenz zeigen“, heißt das im Polizeideutsch, und das gilt auch, um die Straßenabsperrungen zu überwachen.

Auch hier gilt es, Einiges für den Veranstalter zu beachten, denn der Zugang zum Platz ist offen. In einer „Sondernutzungssatzung“ ist der Ablauf geregelt. Vom Aufbau ab 7 Uhr früh bis zum Abbau gegen drei Uhr nachts. Etwa 250 Euro kostet so eine Sondernutzungsgebühr, separate Gebühren werden für die Verkehrsschilder berechnet. Ab 18 Uhr wird nämlich der Verkehr anders geregelt. Denn ab 20 Uhr will die Big Band der Bundeswehr beim Benefizkonzert der AZmit Rock, Swing, Pop und aktuellen Hits einheizen. Egal, wie das Wetter auch wird.

Der Eintritt zum Benefizkonzert am Dienstag, 27. Juni, 20 Uhr, ist frei. Es werden Spenden gesammelt.

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Artikelinfos
AutorClaudia Benz
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung17.06.2017
Ort Kempten
Schlagwörtermusik, kartei der not, benefizkonzert, hildegardplatz, sicherheit, ordnung, terrorismus
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