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10.09.2008 · Allgäu

Teilnehmerrekord beim 5. Wundforum

Kongress 700 Ärzte, Pflegekräfte und weitere Fachleute im Modeon

Marktoberdorf | az | Im seinem fünften Jahr hat das «Wundforum Marktoberdorf» einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt. 700 Ärzte, Pflegekräfte und weiteres Fachpublikum aus ganz Deutschland kamen ins «Modeon». Inzwischen ist das Marktoberdorfer Wundforum der drittgrößte deutsche Wundkongress nach dem jährlichen Wund- und Pflegekongress in Bremen und dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung. Veranstalterin Dr. Michaela Knestele, chirurgische Oberärztin in der Klinik Marktoberdorf, war begeistert: «Mit unserer Arbeit an chronischen Wunden finden wir immer mehr Gehör».

Der Gemeinschaftssinn, die hohe Qualität und die gesundheitspolitische Anerkennung eines modernen Wundmanagements standen beim 5. Wundforum im Mittelpunkt. «Ein Solistentum kann nicht mehr das Konzept der Zukunft sein», betonte auch Friedhelm Gallinat, Vorstand der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren, in seiner Begrüßungsrede. Viel wichtiger sei die «Vernetzung» zum Wohle des Patienten. Zu Beginn des Kongresses hatte Dr. Knestele die Ergebnisse aus zwei Jahren integrierte Versorgung (Vernetzung von Kooperationspartnern wie Ärzte, ambulante Pflegedienste, Physiotherapeuten, Orthopädietechniker und Podologen) der Wundambulanz in Marktoberdorf vorgestellt. Die Patienten kommen aus ganz Süddeutschland. Pro Quartal behandelt das Wund-Team etwas mehr als 500 Patienten ambulant und kann auf überdurchschnittliche Abheilungsraten verweisen.

Die Ursachen einer chronischen Wunde sind unterschiedlich. Zu ihnen zählen das diabetisches Fußsyndrom, andere lymphologische und dermatologische Erkrankungen, Druckgeschwüre, Durchblutungsstörungen oder eine Autoimmunerkrankung. Darüber gab auch ein Vortrag des Günzburger Hautarzt Dr. Steffen Gass Auskunft.

Die schwierigen Rahmenbedingungen und die zumeist «dürftige» Honorierung hat Werner Sellmer aus Hamburg angesprochen. Der Apotheker ist Vorstandsmitglied des Wundzentrums Hamburg und hat erstmals beim Wundforum Marktoberdorf gesprochen.

Über Schmerzen und deren Behandlung, die operative Therapie des Charcot-Fuß, einer Sonderform des diabetischen Fußes, Lasertherapien, Infektionen, die Versorgung von Wundheilungsstörungen am künstlichen Darmausgang und die Vakuumbehandlung chronischer Wunden haben die Teilnehmer in weiteren Vorträgen gehört.

Die Veranstaltung wurde begleitet von einer Industrieausstellung, bei der über 30 Sanitätsfachhändler und Firmen aus dem In- und Ausland ihre Produkte zur modernen Wundbehandlung und Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden präsentierten.

Mit vielen neuen Informationen und dem Wissen, dass man nicht alleine steht in der Behandlung der Patienten mit chronischen Wunden, traten die Teilnehmer am Abend ihren Heimweg an. In dem Wissen, zum nächsten Wundforum am 12. September 2009 wieder nach Marktoberdorf zu kommen.

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Artikelinfos
Veröffentlichung10.09.2008
Aktualisierung03.06.2011 16:12
OrtAllgäu
Schlagwörter
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