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02.06.2009 · Lindenberg (wa)

Neue Hoffnung für die Geburtshilfe

Krankenhaus - Erste Bewerbungen für Belegarztstellen in Lindenberg eingegangen

Lindenberg · Die intensiven Bemühungen von Klinik und Betroffenen, die Geburtshilfe am Lindenberger Krankenhaus zu erhalten, haben erste Früchte gezeigt. «Wir haben einige wenige Bewerbungen um die frei werdenden Belegarztstellen bekommen - und prüfen nun intensiv, ob ein Kandidat oder eine Kandidatin in das Profil passt und sich in die Rahmenbedingungen integrieren lässt», teilt Generaloberin Edith Dürr, Geschäftsführerin der Schwesternschaft des Roten Kreuzes (München), mit.

Neue Hoffnung für die Geburtshilfe
Wie geht es weiter mit der Geburtshilfe am Lindenberger Krankenhaus? Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Foto: Matthias Becker Bild: matthias becker

Noch keine spruchreife Lösung

Außerdem liefen Gespräche mit weiteren möglichen Kooperationspartnern. «Eine spruchreife Lösung haben wir noch nicht gefunden, aber momentan haben wir die Hoffnung, dass wir die Geburtshilfe nicht zum 1. Juli stilllegen müssen - also im ersten Schritt zumindest eine Lösung bis Jahresende finden. Dann hätten wir Zeit gewonnen, um nach einem langfristigen Zukunftskonzept zu suchen», heißt es in einer Presseerklärung.

Die Klinik hat die Stellen deutschlandweit ausgeschrieben und einen Headhunter (Personalvermittler) beauftragt. Außerdem nutzt sie ihr Netzwerk und unterstützt die bürgerliche Lindenberger Initiative «Pro Geburtshilfe», die sich mit einer großen Briefaktion an der Suche nach neuen Belegärzten beteiligt.

«Der erste Schwung Briefe ist erst vor ein paar Tagen in die Post gegangen, wir wollen die Reaktion darauf noch abwarten; auch alle anderen Aktionen brauchen etwas mehr zeitlichen Puffer - schließlich muss ein potenzieller Bewerber seine Unterlagen auch erst einmal vorbereiten», begründet Prokurist Peter Rahn den Aufschub der endgültigen Entscheidung. «Wir freuen uns, dass sich Interessenten für die Lindenberger Geburtshilfe gemeldet haben - und hoffen, dass es einen Weg zur Erhaltung gibt.»

Zu viel Hoffnung will Geschäftsführerin Dürr aber nicht schüren: «Es hängt immer noch von vielen Faktoren ab, ob und wie es weitergehen kann. Vor allem benötigen wir ja eine langfristig tragfähige Lösung. Derzeit können wir nur sagen: Wir arbeiten intensiv daran - und tun alles, um bald Gewissheit darüber zu haben, wie es weiter geht.»

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Artikelinfos
Autorwa
Veröffentlichung02.06.2009
Aktualisierung01.06.2009 18:35
Ort Lindenberg (wa)
Schlagwörterkrankenhaus
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