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19.06.2017 · Allgäu

Nach Waldbrandinferno in Portugal: Allgäuer Bäume sind nicht so leicht entflammbar

Waldbrände · Mehr als 60 Tote forderte ein Feuer vergangenes Wochenende in Portugal. Kann solch ein Inferno auch bei uns in der Region passieren? Nein, sagen Oberallgäus Kreisbrandrat Michael Seger und auch der Forstfachmann Dr. Ulrich Sauter: Die heimischen Baumarten seien nicht so leicht entflammbar, der Boden in der Regel nicht so trocken.

Waldbrand im Bolgental bei Bolsterlang
Erfolgreiche Löscharbeiten im Mai bei einem Waldbrand bei Bolsterlang. Bild: Benjamin Liss

Eukalyptuswälder sind im Landesinneren von Portugal verbreitet. „Die explodieren regelrecht im Feuer wegen der Harze und Terpene“, sagt Dr. Ulrich Sauter, Leiter der Forstbehörde des Kemptener Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Weniger Harz enthielten die heimischen Laubbäume wie Buchen oder auch die Fichten und Weißtannen. Auch sei der Boden im regenreichen Oberallgäu (1.500 Liter Wasser pro Quadratmeter und Jahr) lange nicht so trocken wie in Portugal.

Kreisbrandrat Seger verweist auf die aktuell niedrige Waldbrandgefahr im Oberallgäu. Sie liegt derzeit auf Stufe zwei der fünfteiligen Skala. Das kann sich aber bald ändern: Es bleibt sonnig und heiß.

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Artikelinfos
AutorSilvia Reich-Recla
QuelleAllgäuer Anzeigeblatt
Veröffentlichung19.06.2017
Ort Allgäu
Schlagwörterwald, brand, feuer, baum
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