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25.02.2005 · Allgäu

Matjes, Schillerlocken und sogar ein Hai

Marktschreier vom Hamburger Fischmarkt am Wochenende in Marktoberdorf

Marktoberdorf (dec). - Der hanseatische Dialekt funktioniert noch bei Marktoberdorfs Drittem Bürgermeister, Axel Maaß. Das bewies der gebürtige Hamburger gestern bei der Eröffnung des Fischmarktes auf dem Marktplatz. Mit einigen plattdeutschen Sätzen hieß er die Besucher aus dem Norden willkommen. Die Hamburger Marktschreier präsentieren bis Sonntag ein buntes Programm rund um den Fisch. Zusätzlich warten Jahrmarktstände auf die Besucher. Ob Axel Maaß den Termin für die Eröffnung des Fischmarktes wegen seiner Herkunft bekommen hatte, wollte er nicht direkt bestätigen. "Vielleicht spielte das mit rein", räumt er jedoch ein. Mit seiner Begrüßung gab er gestern das große Eröffnungsbuffet frei. Auch heute ist der Markt von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Morgen, Sonntag, beginnt das hanseatische Spektakel eine Stunde später. Während beider Tage findet der große Marktschreierwettbewerb statt. Jeder Besucher kann für seinen Lieblingsanbieter einen Stimmzettel ausfüllen. Am Sonntag, 18 Uhr, wird daraus ein Gewinner gezogen.

Der Hauptpreis: ein Wochenende in Hamburg. Um 16 Uhr gibt es an beiden Tagen ein Matjes-Dinner. Samstag, um 11 Uhr, findet der Krabbenpul-Wettbewerb statt und um 13 Uhr öffnet die Haifischbar. Dort können die Besucher das Gewicht eines echten Hais schätzen. Samstag um 15 Uhr ist Matjes-Wettessen. "Der Rekord liegt bei 18 Fischen in 7 Minuten", berichtet Veranstalter Ekkehard Engelmann. Ob Marktoberdorf das überbieten kann? Ist der Matjes dann verdaut, wartet am Sonntag von 11 bis 13 Uhr ein Frühschoppen. Die Resonanz auf den Fischmarkt war am Freitag bereits sehr gut. "Es ist etwas ungewohnt und ziemlich kalt, aber lustig. Eine Abwechslung in der Stadt", meinten Gabi Hinz und Renate Hable aus Marktoberdorf. Gerhard Fiezenz aus Leuterschach vertrat eine ähnliche Meinung: "Mir gefällt's hier gut. Ich bin ein leidenschaftlicher Fischesser. Im Vergleich zum Fischmarkt neulich in Kempten, bei dem nur zwei, drei Stände waren, ist der hier viel besser." Es gab aber auch negative Stimmen. "Ein Fischmarkt passt hier nicht. Marktoberdorf ist zu konservativ dafür", meinte eine Besucherin.

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Artikelinfos
Veröffentlichung25.02.2005
Aktualisierung01.09.2007 08:51
OrtAllgäu
Schlagwörter
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