Menü Suche Impressum

Ihre Region: 

18.04.2011 · Marktoberdorf

Krankenhaus-Förderverein zeigt sich enttäuscht über mögliche Klinik-Schließung

Großes Erstaunen

Reaktion · Mit großem Erstaunen hat der Marktoberdorfer Krankenhaus-Förderverein die mögliche Schließung der hiesigen Klinik aufgenommen. Die Vorstände der Fördervereine der fünf Klinik-Standorte hatten am Freitag mit den Verwaltungsratsvorsitzenden Stefan Bosse sowie Johann Fleschhut und der Beratungsfirma Kienbaum getagt und dabei die möglichen Szenarien präsentiert bekommen. Mit großem Erstaunen wurde das «Szenario B 1, Schließung des Marktoberdorfer Hauses» aufgenommen. Das «Szenario C, Erhaltung aller Standorte mit Konzentrierung von Aufgaben und Spezialisierung» ist die zweite Variante, die zur Entscheidung am 26. Mai im Verwaltungsrat ansteht.

Krankenhaus konkret
Ulrike Propach, Erste Vorsitzende des Vereins "Marktoberdorfer Herzenssache" Bild: Michaela Baumann
«Ich bin persönlich enttäuscht, dass das Versprechen zur Erhaltung aller fünf Standorte, das in den vergangenen Monaten immer wieder gegeben wurde, nicht gehalten wurde», sagt Ulrike Propach, die Vorsitzende von «Freunde und Förderer des Krankenhauses Marktoberdorf». Sie verstehe wie der gesamte Vorstand nicht, dass «das beste Pferd im Stall zur Schlachtung geführt werden soll». Das Marktoberdorfer Haus habe in den vergangenen Jahren immer am besten gewirtschaftet. «Es wurde bis vergangene Woche über Spezialisierungen und Verbesserungen in der Struktur gesprochen, und nicht darüber, dass ein funktionierendes und gut angenommenes Krankenhaus im besten Falle nur noch eine Tagesklinik ist oder ganz geschlossen wird» kritisiert Propach die «Kehrtwende».

Für die Firmen vor Ort mit Abend- und Nachproduktion würde eine Schließung einen großen Standortnachteil bedeuten, so Propach weiter. Obwohl mehr als 6300 Arbeitnehmer in und rund um Marktoberdorf in der Produktion arbeiteten, werde die totale Schließung der Notfallambulanz billigend in Kauf genommen. Mögliche Arbeitsunfälle könnten dann nicht mehr zeitnah behandelt werden, so Propach. Der Förderverein hat eine Unterschriftenaktion «pro Marktoberdorfer Krankenhaus» ins Leben gerufen.

Am heutigen Montag findet um 19 Uhr auf dem Marktoberdorfer Rathausplatz eine Kundgebung gegen die mögliche Schließung statt.

anzeige
Das könnte Sie auch interessieren
Artikelinfos
Autoraz
Quelleerstaunen,krankenhausförderverein,enttäuscht,klinikschließung,reaktion
Veröffentlichung18.04.2011
Aktualisierung05.11.2013 16:02
Ort Marktoberdorf
Schlagwörterklinik, förderverein, schließung
anzeige

anzeige