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14.02.2017 · Oberallgäu

Hotel-Chefin aus dem Oberallgäu will gegen die Abschiebung eines jungen Flüchtlings (19) kämpfen

Asylpolitik · Wenn er nach Afghanistan zurück muss, werde er von den Taliban getötet, sagt Chaffar Ahmadi. „Und das werden wir mit allen Mitteln versuchen, zu verhindern“, lässt Helga Filser-Nußbickel wissen.

Abschiebung
Berufsschule Immenstadt: Chaffar Ahmadi und Nazar Abbas Jafry im Unterricht. Der Asylantrag von beiden wurde abgelehnt. Bild: Werner Kempf

Sie ist Chaffars Chefin im Hotel Filser in Oberstdorf. Auch Nazar Jafry fürchtet um sein Leben, wenn er in sein Heimatland Pakistan abgeschoben wird. Der 29-jährige Pakistani macht eine Lehre im Gasthof „Goldenes Kreuz“ in Steibis.

Im Landkreis Oberallgäu wurden im vergangenen Jahr 601 Asylanträge anerkannt, 268 wurden abgelehnt. „Damit liegt die Zahl der Ablehnungen deutlich über der der Abschiebungen“, sagt Brigitte Klöpf vom Landratsamt Sonthofen. 2016 wurden sieben Personen abgeschoben, 30 reisten freiwillig aus.

Es sei „eine bodenlose Ungerechtigkeit, dass Menschen wie Chaffar unser Land verlassen sollen“, sagt Filser-Nußbickel. „Es würde mir das Herz brechen, wenn er zurück nach Afghanistan muss.“

Der 19-Jährige sei vergangene Woche in Tränen ausgebrochen, nachdem ihm mitgeteilt worden war, dass sein Asylantrag abgelehnt wird. „Wir haben einen Rechtsanwalt eingeschaltet, der Einspruch erhoben hat“, berichtet die Hotel-Chefin.

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Artikelinfos
AutorWerner Kempf
QuelleAllgäuer Anzeigeblatt
Veröffentlichung14.02.2017
Ort Oberallgäu
Schlagwörterasyl, abschiebung, flüchtlinge, hotel, kampf
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