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22.11.2002 · Allgäu

Figuren und Fresken am Römerbad Schwangau

Idee der Tegelbergbahn - Lob vom Denkmalpfleger

Schwangau (pas). - Am Schwangauer Römerbad sollen Figuren und Abbildungen der früheren Fresken angebracht werden. Das erfuhr Dr. Wolfgang Czysz, der Leiter der Abteilung Bodendenkmäler im Landesamt für Denkmalpflege, bei einem Ortstermin mit dem Tourismus- und Kulturausschuss. Der Wissenschaftler - ein Experte für die römische Geschichte und die Via Claudia Augusta - lobte allgemein die Bemühungen in Schwangau, das am Tegelberg vorhandene römische Kulturerbe und andere historische Schätze der Öffentlichkeit mehr ins Bewusstsein zu bringen. Im Römerbad, Teil der Römer-Villa unter der Talstation der Tegelbergbahn, lobte Czysz die Gemeinde wegen der Pflege des musealen Gebäudes. Änderungsvorschläge von der Gemeinde und von den Führern kommentierte er mit dem Wunsch für eine möglichst sachgerechte Realisierung. Vorgeschlagen wurde unter anderem eine bessere Ausschilderung zur Römer-Villa am Tegelberg ab der B17. Weiterhin will Franz Bucher, der Geschäftsführer der Tegelbergbahn-Gesellschaft, die Vorplätze an den Eingängen zum Römerbad umgestalten. Dazu sollen Figuren - ähnlich wie auf dem Musical-Gelände - aufgestellt werden. Auch im Bad werden ähnliche Figuren die Nutzung der einzelnen Räume deutlich machen. Weiterhin sollen Abbildungen der Fresken aus dem Gebäude angebracht werden. Es wäre schade, die schönsten und am vollständigsten vorhandenen römischen Fresken im süddeutschen Raum den interessierten Besuchern vor zu enthalten, meinte Czysz. Auch begrüßte er es, dass regelmäßig Führungen durch diese Römerschätze am Tegelberg stattfinden.

Junges Industriedenkmal Die jüngsten Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten am Kalkofen in Schwangau-Horn erfreuten den Wissenschaftler. Er bezeichnete die Ofenreste als junges, aber wichtiges Industriedenkmal mit besonderem Wert für den Ort. Schwangauer Bürger haben an diesem Brennofen, unter der Anleitung des Trachtenvereins "D'Schwanstoaner", in diesem Jahr mit der Restaurierung begonnen. Einheimische schilderten den ursprünglichen Zustand des Kalkofens, der 1921 vom Gastwirt und Maurer Venantius Lang angelegt worden ist. Nach 1947 musste der Erbauer das Kalkbrennen aufgeben, denn der damalige Gemeinderat verweigerte ihm einen weiteren Betrieb. Dass jetzt der heutige Gemeinderat für den Erhalt dieses Industriedenkmals sorgt, sei eine Art gerechter Ausgleich für die damalige Verweigerung, meinte ein Teilnehmer im Scherz. Czysz hob die landschaftlich schöne Lage des Kalkofens hervor, der auf kurzem Weg von der Straße zwischen Horn und Alterschrofen zu erreichen ist. Ihm gefiel auch die geplante Abdeckung des Ofens.

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Artikelinfos
Veröffentlichung22.11.2002
Aktualisierung31.08.2007 15:06
OrtAllgäu
Schlagwörter
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