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31.10.2005 · Allgäu

Fast 600 Fachkräfte bei 2. Wundforum

Tagung über aktuelle Therapie-Wege stößt auf regen Zuspruch

Marktoberdorf (atr). - Gründe dafür, sich über optimale Strategien im Bereich der Wundversorgung auszutauschen gibt es genug: derzeit leiden in Deutschland ungefähr fünf Millionen Menschen an chronischen Wunden. In Zeiten immer kürzer werdender Krankenhausaufenthalte sei es ein Gebot der Stunde, für bessere Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegepersonal zu sorgen, so die Oberärztin Dr. Michaela Knestele vom Krankenhaus Marktoberdorf. Sie organisierte in Zusammenarbeit mit Pflegedienstleiterin Theresia Müller nun schon zum zweiten Mal das Wundforum Marktoberdorf, an dem im Modeon fast 600 Fachkräfte teilgenommen haben. Das Forum unter dem Thema „Aktuelle Aspekte der Behandlung chronischer Wunden“ wurde insgesamt sehr gut angenommen. Unter den 580 Anmeldungen, hauptsächlich Pflegepersonal aus Krankenhäusern und Altenheimen, waren heuer auch 80 Ärzte. Dies freute den Vorstand der Kreiskliniken Ostallgäu Rainer Wuttke, der in seiner Begrüßung auch das Engagement der Organisatoren hervorhob.

Namhafte Referenten Für die Teilnehmenden war ein reichhaltiges Programm vorgesehen: neben vielen Fachvorträgen namhafter Referenten war immer wieder die Zeit, die Fachmesse von medizinischer Industrie und Handel zu besuchen. Dabei stand die Möglichkeit von Austausch, Fortbildung und Kontakt untereinander im Vordergrund. Die Reihe der Vorträge wurde von Professor Dr. med. Ralf-Uwe Peter aus Ulm eröffnet. Er gab einen Überblick über konservative und moderne Methoden der Diagnose und Therapie von „Ulcus cruris venosum“, also Beingeschwüren. Zudem wies er auf die Notwendigkeit hin, gerade heute nach optimalen Strukturen zur therapeutischen Behandlung zu suchen. Weitere Vorträge befassten sich u. a. mit der Anwendung moderner Wundauflagen oder mit Ursachen und Folgen der Ulkuskrankheit.

Information Teil des Netzes Das diesjährige Wundforum bleibt in nächster Zukunft nicht die einzige Veranstaltung des Wundnetzes Allgäu. Schon für November kündigte Dr. Knestele ein Treffen zum Thema Wunddokumentation an. Und das nächste Wundforum im Frühjahr 2006 soll neben Behandelnden und Pflegenden auch Patienten mit chronisch offenen Wunden einschließen. Denn auch Information zählt zu den Aufgaben des Wundnetzes Allgäu, mit dem Ziel, eine verbesserte Versorgung der Patienten gewährleisten zu können. Unter den Teilnehmenden dieses Jahr bestand jedenfalls großes Interesse, das sicher auch in Zukunft nicht abreißen wird.

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Artikelinfos
Veröffentlichung31.10.2005
Aktualisierung02.09.2007 18:52
OrtAllgäu
Schlagwörter
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