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19.06.2017 · Marktoberdorf

Fachleute aus Marktoberdorf über die Brandschutzbestimmungen in Deutschland

Sicherheit · Niemand müsse aus Brandschutzgründen auf eine Wärmedämmung seines Hauses verzichten, sagt der Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza), Martin Sambale.

Hydrant
HydrantBild: Hermann Ernst

Nach dem Brand eines Hochhauses in London in der vergangenen Woche, bei dem mehr als 60 Menschen ums Leben kamen, sind Diskussionen um die Sicherheit von Wärmeverbundsystemen laut geworden. „Eine verputzte Außendämmung ist schwer in Brand zu setzen, und auch Styropor gilt als schwer entflammbarer Baustoff“, sagt der Fachmann.

Wichtig sei, dass nur zugelassene Materialien und Systeme verwendet und die geltenden Brandschutzbestimmungen eingehalten würden. Auch der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Marktoberdorf, Rasso Rehle, verweist darauf, dass es in der Bayerischen Bauordnung klare Vorgaben für den Brandschutz gebe.

Laut Sambale gehören sie zu den strengsten in Europa. In London könnte laut Berichten auch die erst vor kurzer Zeit angebrachte Verkleidung des Gebäudes bei der Katastrophe eine Rolle gespielt haben. Danach mehrten sich jedenfalls die Anschuldigungen über mangelnden Brandschutz.

„Aber die Brandschutzvorschriften in England können mit denen in Deutschland überhaupt nicht verglichen werden“, sagt Werner Baumann, Geschäftsführer der Firma Limo- Therm Fassadendämmung in Biessenhofen. In Deutschland seien sie viel strenger.

Bei ihm seien nach London bislang noch keine Anfragen von besorgten Kunden eingegangen. Das gleiche gilt laut Vertriebsleiter Christian Wänke für die Firma Hörmannhofer Fassaden Marktoberdorf, die Wärmeverbundsysteme seit mehreren Jahrzehnten verkauft.

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Artikelinfos
AutorGerlinde Schubert
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung19.06.2017
Ort Marktoberdorf
Schlagwörterbrand, schutz, brandschutz
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