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24.08.2007 · Allgäu

Eine kunstvolle Attraktion

Erlebnisausstellung Das Haus der Gablonzer Industrie gewährt tiefe Einblicke in die Schmuckindustrie - Offizielle Eröffnung im Oktober

Neugablonz | kfr | Neugablonz ist um eine Attraktion reicher geworden: die Erlebnisausstellung im Haus der Gablonzer Industrie. „Obwohl die Schau frühestens im Oktober offiziell eröffnet wird, stößt sie schon jetzt auf eine unglaubliche Resonanz“, berichtet Wolfgang Schnabel, einer der beiden Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes der Gablonzer Industrie. Fast keine Minute vergeht, in der sich nicht eine Besuchergruppe auf Erkundungstour durch die beiden Stockwerke des Hauses begibt.

An der Treppe nach dem Eingang hängt ein Perlenwasserfall, der von der Decke bis zum Boden des Erdgeschosses reicht. Hell- und dunkelblaue Steine sowie Perlen, die rote Fische oder Mandarinen darstellen, sind darin eingearbeitet. „Und Gummibärchen, damit die kleinen Ausstellungsbesucher auch ihren Spaß haben“, sagt Monika Dressler von der Firma „Seibt Friedrich Glaswarenfabrikation“. Zusammen mit Peter Seibt gestaltet sie den ungewöhnlichen Vorhang. „Es war ein Haufen Arbeit, die Fäden auf eine Länge zu bringen und die Perlen einzufädeln“, so Seibt. Bereits die Planung für das Farbkonzept habe viel Zeit in Anspruch genommen, fügt Dressler hinzu.

Im Flur des ersten Obergeschosses sind in Schaukästen aktuelle Produkte der Gablonzer Industrie zu sehen, vor allem Modeschmuck und einzelne Komponenten von Schmuck. Besonders auffallend sind die beleuchteten und die durchsichtigen Türschwellen. Die darin eingefassten Perlen und goldenen Kleinode scheinen zum Greifen nah. „Die Kinder sind davon begeistert und versuchen jedes Mal, die Steine herauszuholen und mitzunehmen“, erzählt Thomas Nölle, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Gablonzer Industrie.

Überhaupt ist in der Ausstellung manches nicht, wie es auf den ersten Blick scheint: Ein vermeintlicher Spiegel entpuppt sich als poliertes Stück Scheinblech. An einer Lichtwand erzeugen zahlreiche geschliffene Kristalle je nach Form unterschiedliche Brechungseffekte. Dadurch erstrahlen auf der weißen Wand viele Sterne. „Das System ist von Swarovski“, erläutert Nölle.

In der Ausstellung ist nicht nur das Auge sondern auch Feingefühl in den Fingerspitzen gefragt. An der Tast-Station kann der Besucher vier verschiedene Bearbeitungsstadien eines Edelsteins erfühlen, von der Rohform bis zum Schmuckstück. Geplant ist zudem ein Lager mit Barren aus mehreren Metallarten, um eine Tuchfühlung mit den unterschiedlichen Materialien zu ermöglichen.

Zudem gewährt die Schau Einblicke in Berufe der Schmuckindustrie. Mit Hilfe der Originalwerkzeuge Stichel, Meißel und Hammer kann der Besucher seine Fähigkeiten als Graveur auf die Probe stellen. „Ich tauge nicht zu diesem Beruf“, gesteht Nölle. Muss er auch nicht: Die Ausstellung ist dem Geschäftsführer und seinen Helfern schon so geglückt.

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Artikelinfos
Veröffentlichung24.08.2007
Aktualisierung10.06.2011 09:17
OrtAllgäu
Schlagwörterindustrie
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