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06.12.2017 · Füssen

Dosierampel in Reutte entlastet Verkehr nur in eine Richtung

Verkehr · Wer auf der „richtigen“ Seite, also von Füssen aus gesehen hinter der Ampel lebt, ist glücklicher. Bei den Menschen davor trifft man auf mehr Unzufriedenheit.

Ampel - Feature
Ampel - FeatureBild: Julian Leitenstorfer

Damit lässt sich nach einem halben Jahr die Wirkung der Dosierampel zusammenfassen, die seit Juli an der Ausfahrt Reutte-Süd der B 179 den Verkehr über den Fernpass regelt. Sie schaltet schnell. Etwa zwei bis vier Fahrzeuge kommen durch. Die Wartezeit beträgt Sekunden. Dadurch ist „der Verkehrsfluss zwischen Reutte und dem Lermooser Tunnel homogener geworden.

Es gibt keine Staus mehr. Wir haben unser Ziel erreicht“, sagt Christian Molzer. Der Leiter der Abteilung Verkehr und Straße bei der Landesstraßenverwaltung Innsbruck zählt zu den Glücklichen hinter der Ampel und berichtet: „Wir haben über den Sommer im Pilotbetrieb an den Ampelalgorithmen gefeilt. Seit zwei Monaten etwa läuft sie jetzt im Echtbetrieb und stabil.“ „Der Verkehr auf dem Fernpass läuft flüssig“, bestätigt der Füssener Polizeichef Edmund Martin. Er kann die Außerferner verstehen.

Die Dosierampel sei Teil eines Fernpasskonzepts, das gegen den vielen Verkehr vorgehen und Bevölkerung sowie Natur schützen soll. Zudem sei der Fernpass für Rettungskräfte wichtig. Die ständigen Staus erschwerten deren Arbeit. Trotz seines Verständnisses zählt Martin aber zu den Unzufriedeneren auf der anderen Seite der Ampel. Denn dort seien die Verkehrsbehinderungen mehr geworden.

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Artikelinfos
AutorAlexandra Decker
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung06.12.2017
Ort Füssen
Schlagwörterampel, verkehr, pass, tunnel
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