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04.08.2010 · Lindenberg (az)

Blaulicht, Sirene und ein Blick in die Zelle

Ferienprogramm - Sechs- bis Zehnjährige erleben einen Vormittag auf der Polizeidienststelle

Lindenberg · «Jetzt seid ihr richtige Kinderpolizisten», lobt Thomas Walter von der Polizeidienststelle Lindenberg die dreizehn Kinder. Die Sechs- bis Zehnjährigen haben im Rahmen des Westallgäuer Ferienprogramms die Polizei besucht. Nach eineinhalb Stunden beweisen die strahlenden Gesichtern: Allen hat es gut gefallen.

Raser jagen und Würfel fräsen
Auf Jagd nach Temposündern: Gina (links) und Johanna durften beim Girls Day bei der Polizei selbst an die Laserkanone. Foto: Polizei Bild: klaus matzkat
Zu Beginn wollen Thomas Walter und seine Kollegin Nicole Nuber von ihren kleinen Gästen wissen, ob sie sich denn denken könnten, mit was sich die Polizei beschäftigt. «Diebe», platzt ein Junge heraus und ein Mädchen fügt hinzu: «Die lösen Fälle.»

Zuerst geht es für die Kinder zum Erkennungsdienst. Dort können, mithilfe einer von einem Polizisten selbst angefertigten Apparatur, Finger- und Handabdrücke von Verdächtigen genommen werden. Einige Kinder wollen das gleich testen und lassen sich gerne die Finger mit schwarzer Farbe anmalen.

Kinder sind beeindruckt

«Wer muss hier rein?,» fragt ein Junge, als Nuber den kleinen Besuchern die beiden Zellen im Keller zeigt. Meistens seien es Schläger oder Unruhestifter, so die Antwort der Polizistin. Am nächsten Morgen würden sie dem Haftrichter vorgeführt, erläutert Nuber. Wer in einer der Zellen übernachte, «muss alles hergeben. Das Handy und alles was er so dabei hat.»

Tief beeindruckt sind die Kinder von den Polizeiautos. In einem Polizeibus dürfen sie sogar die Sirene und das Blaulicht anmachen. Das war neben der Zellenbesichtigung das «Coolste», sind sich die Kinder später einig. Nur die Hundezwinger in einem der Wagen sorgen für Unmut.

«Das stinkt», sagen einige Kinder und lassen sich gleich ablenken von überraschenden Dingen, die sie im Kofferraum finden, einen Fußball etwa, den Polizeihunde manchmal zum Spielen bekommen.

Die Polizei ist immer da

Dienstgruppenleiter Wolfgang Blischke zeigt den Buben und Mädchen seinen Arbeitsplatz. Er hält Funkkontakt mit den Streifenwagen, die in Lindenberg und im Westallgäu unterwegs sind.

Im Labor ist Vorsicht angesagt. Die Kinder dürfen die Beweismittel nicht anfassen, und es gibt verschiedene giftige Chemikalien. Walter spielt einen Einbrecher, der aus einer Flasche getrunken hat. Zusammen mit den Kindern versucht er, die durch den Speichel auf die Flasche gekommene DNA-Spuren zu sichern. Die jungen Besucher lernen, dass die Polizei einen Täter identifizieren kann, weil die DNA eines jeden Menschen einmalig ist.

Walter verspricht den Buben und Mädchen: «Die Polizei ist Tag und Nacht da. Wenn ihr ein Problem habt, könnt ihr zu jeder Zeit anrufen.» (ahe)


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Artikelinfos
Autoraz
Veröffentlichung04.08.2010
Aktualisierung17.04.2013 09:20
Ort Lindenberg (az)
Schlagwörterferienprogramm, polizei
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