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02.07.2011 · Burgberg

Anton Soul engagiert sich als Mitglied der Knappengruppe vielfältig für den Burgberger Trachtenverein

Wo ein Tanz an harte Arbeit erinnert

Herz fürs Brauchtum · Anton Soul ist ein engagierter Mann. Er ist Mitglied der Knappengruppe im Burgberger Trachtenverein, er ist Betreuer der vereinseigenen Musikanlage, Initiator großer Feste, Mitorganisator des Nachtumzugs an Fasching und ambitionierter Vereinsfotograf. Zusammen mit Knappen und Trachtlern hat er beim Umbau des Vereinsheims geholfen. «Miteinander kann man viel bewegen», sagt er.

Trachtler Anton Soul
Engagierter Knappe im Burgberger Trachtenverein: Anton Soul in Bergmannsuniform. Bild: Sabine Metzger

Die Knappengruppe im Burgberger Trachtenverein entstand 1971 - mit Unterstützung der Knappen aus Peißenberg, zu denen seit Jahrzehnten freundschaftliche Verbindungen bestehen. Die Peißenberger haben den Burgbergern beim Beschaffen der Uniformen geholfen, und ein Jahr nach der Gründung der Gruppe wurde zum ersten Mal der «Knappentanz» aufgeführt, der in 15 Figuren von der harten Arbeit der Bergleute erzählt. Sepp Pfleger aus Peißenberg hatte ihn für die Burgberger geschrieben.

Mit ihrem Tanz machen sich die Burgberger Knappen allerdings ein bisschen rar. «Der Tanz soll etwas Besonderes bleiben», sagt Anton Soul. Er war 13 Jahre lang Leiter der Knappengruppe, zu der heute 23 Aktive gehören. Die Uniform ist aus schwarzem Tuch geschneidert, die Jacke hat 28 goldene Knöpfe. Anton Soul erklärt, warum das so ist: «Die Heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute. Sie wurde 28 Jahre alt.» Zur Uniform gehört das Sitzleder, das an einem Gürtel über der Jacke getragen wird, und der Tschako mit seinem Busch aus weißem Büffelhaar.

Jedes Jahr im Dezember fahren die Knappen aus Burgberg zur Barbara-Feier nach Peißenberg. «Der Barbaratag ist ein hoher Feiertag für die Knappen», sagt Soul. Bei einer dieser Fahrten entstand die Idee, eine Barbara-Figur für die Burgberger Kirche schnitzen zu lassen. Diese Aufgabe übernahm der Peißenberger Künstler Hans Zapf. 2009 wurde die Heiligenfigur gesegnet. Seitdem hat sie ihren festen Platz am südlichen Seiteneingang in Sankt Ulrich.

Anton Soul engagiert sich für den Trachtenverein auf vielfältige Weise. Zum Beispiel bei der Organisation großer Feiern. Da gab es die Wustbach- und die Saufeste am Vereinsheim sowie die Dorfabende, für die Soul dann auch eine Musikanlage besorgt hatte. «Seitdem bin ich der Musikanlagenbediener.»

Zusammen mit dem «Sügar-Stammtisch» hat Soul viele große und erfolgreiche Faschingsfeste auf die Beine gestellt. Die «Sügar-Bälle» waren über die Grenzen Burgbergs hinaus beliebt. Als Vorankündung habe man nur eine zweizeilige Anzeige in der Zeitung aufgegeben. «Das hat gereicht. Innerhalb von einer Stunde waren alle Karten weg.»

Heute ist der 49-jährige Anton Soul zusammen mit den Trachtlern und der Feuerwehr für den Nachtumzug an Fasching zuständig. «Wir machen das abwechselnd mit dem Dorffest alle zwei Jahre», sagt er. 150 Helfer sind am Werk, um die Veranstaltung durchzuziehen, an der immer rund 50 Gruppen teilnehmen. «Alle Wagen sind beleuchtet», sagt Soul. Das mache den besonderen Reiz des Umzugs aus. Anton Soul ist dann auch als Fotograf unterwegs und macht für seinen Verein an diesem Abend rund 800 Aufnahmen.

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Artikelinfos
AutorSabine Metzger
Veröffentlichung02.07.2011
Aktualisierung16.04.2013 12:33
Ort Burgberg
Schlagwörtertanz, trachtenverein, tracht
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