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20.02.2017 · Kempten

Ansichten von Kemptener Jägern und Tierschutzvereinen: „Haben Tiere gut gelebt, darf man Pelze verwerten“

Jäger Karl-Heinz Schader blutet das Herz, wenn erlegte Füchse in der Tierkörperverwertung landen. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Maria Anna Peter-Sigg widerspricht nicht. Pelzzucht lehnen beide kategorisch ab

"Fuchswoche" · Viele Jahre was das Tragen von Pelzen geradezu verpönt. Wer es dennoch tat, wurde nicht selten von Tierschützern offen angefeindet. Vor wenigen Tagen wurde allerdings eine Studie veröffentlicht, wonach wieder mehr Menschen Pelzmäntel und -mützen tragen und dazu stehen. Sie wissen zwar, dass in Pelztierfarmen Nerz-Marder und Chinchillas leiden.

Ansichten Peter-Sigg/Schader
Maria Anna Peter-Sigg, Vorsitzende vom Tierschutzverein Kempten und Karl Heinz Schader, Vorsitzender vom Kreisjagdverband Bild: Martina Diemand

Das wird aber nach Einschätzung eines Ravensburger Wissenschaftlers ausgeblendet: „Im Kaufhaus sind Skandale um die Tierhaltung weit weg.“ Der Kemptener Kreisvorsitzende des Jagdverbandes, Karl-Heinz Schader, plädierte dieser Tage dafür, zumindest die Pelze von frei lebenden und gejagten Tieren zu verwerten.

Anlässlich der „Fuchswoche“ mit 130 geschossenen Füchsen sagte er: „Militanten Tierschützern und Pelzgegnern darf die Frage gestellt werden, ob es gut ist, mit hohem Energieaufwand Kunstpelze zu produzieren und hochwertige Pelze einfach wegzuwerfen.“ Er tauschte jetzt seine Ansichten zu Pelzen und Tierschutz mit der Vorsitzenden des Kemptener Tierschutzvereins, Maria Anna Peter-Sigg, aus – beide waren sich in vielen Punkten einig.

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Artikelinfos
AutorPeter Januschke
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung20.02.2017
Aktualisierung13.06.2017 12:35
Ort Kempten
Schlagwörtertierschutz, fuchs, tier, jäger, feuer, kadaver
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