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17.01.2008 · Allgäu

2010 soll es nur noch ein Krankenhaus geben

Klinikum Kempten-Oberallgäu Mehr Patienten behandelt Umbau schreitet voran - Neurologische Abteilung geplant

Kempten | be | Als vor Jahren die Zusammenlegung der beiden Kliniken Robert-Weixler-Straße und Memminger Straße beschlossen wurde, war manch einer bei der Umsetzung skeptisch. Jetzt, 2008, ist absehbar: In zwei Jahren wird es nur noch ein Krankenhaus in Kempten geben. Denn mit der jüngsten Geldzusage der Regierung von Schwaben für den vierten Bauabschnitt ist der Weg frei für den Umzug der restlichen Abteilungen aus der Memminger Straße nach oben.

2010 soll es nur noch ein Krankenhaus geben
Umgebaut wird zur Zeit das Bettenhaus B am Klinikum in der Robert-Weixler-Straße (rechts im Bild). Damit ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Zusammenlegung der beiden Krankenhäuser gesetzt. Bild: hermann ernst

1000 Patienten mehr als im Jahr zuvor wurden 2007 im Klinikum Kempten-Oberallgäu behandelt. „Eine enorme Leistungssteigerung“ ist das für Klinik-Geschäftsführer Michael Schuler, der deshalb beim Blick auf die Finanzen im Gespräch mit der AZ versichert: An Personalabbau sei gar nicht zu denken. Finanziell rechnet Schuler zwar 2009 mit einem ausgeglichen Haushalt. Heuer werde wohl ein Defizit von einer Million Euro zu tragen sein.

Sichtlich erfreut ist Michael Schuler deshalb auch über die jüngste Geldzusage der Regierung von Schwaben für den weiteren Umbau und die Sanierung des Klinikums (wir berichteten). Momentan werde das Bettenhaus B umgebaut und der Funktionstrakt saniert. Anfang bis Mitte 2010 sollen die restlichen Abteilungen (wie Innere Medizin) aus der Memminger Straße in die Robert-Weixler-Straße umziehen. Wie es mit dem Gebäude in der Memminger Straße weitergeht, ist offen. Als Eigentümer wird darüber der Landkreis Oberallgäu entscheiden.

Weitere medizinische Versorgung

Für die Patienten jedenfalls wird es mit der Einhäusigkeit noch eine weitere medizinische Versorgung geben. Im Klinikum Robert-Weixler-Straße soll dann eine neurologische Abteilung (die Neurologie war bisher bei den Bezirkskrankenhäusern angesiedelt) eingerichtet werden. Dabei liege die medizinische Ausrichtung und das Personal weiterhin in der Obhut des Bezirks. Budget und restliches Personal aber seien Sache des Klinikums.

Apropos Bezirkskrankenhaus: Hier ist ja bekanntlich eine Verlagerung des Hauses im Freudental in die Robert-Weixler-Straße vorgesehen. Momentan, so Schuler, stimme man sich mit dem Bezirk in Sachen baulicher Planung ab.

Konkreter sind da schon die Pläne für das geplante Ärztehaus am Klinikum. Mit dem Bau soll Ende März begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2009 geplant. Dort wird laut Schuler dann auch das Ambulante OP-Zentrum untergebracht, das momentan als „Interimslösung“ im Klinikum seinen Platz gefunden hat (wir berichteten).

Und wie sieht es mit der ärztlichen Versorgung am Krankenhaus aus, die nach Ansicht des Marburger Bunds problematisch werden könnte, weil immer mehr Mediziner aufgrund der schlechteren Bezahlung in Uni- und Privatkliniken oder ins Ausland gehen? Die Masse an Bewerbungen, so Schuler, gebe es nicht mehr, aber Probleme bei der Besetzung frei werdender Stellen auch nicht.

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Artikelinfos
Veröffentlichung17.01.2008
Aktualisierung02.06.2011 12:24
OrtAllgäu
Schlagwörterklinik
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