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12.02.2017 · Berlin

Bundeswehr will künftig mehr auf IT-Vernetzung achten

Die Bundeswehr will bei künftigen Anschaffungen mehr auf die Vernetzbarkeit der IT achten.

"Wir werden künftig etwa keine Schiffe mehr kaufen, wenn sich deren IT nicht einbinden lässt", sagte Klaus Hardy Mühleck, Leiter der neuen Abteilung "Cyber und Informationstechnik" des Verteidigungsministeriums, dem "Handelsblatt" (Montag). "In der vernetzten Welt von heute kann zum Beispiel die Marine nicht länger eigene Technologielösungen vorgeben", sagte er. Für die Modernisierung ihrer IT baut die Bundeswehr derzeit massiv Stellen auf: 1.000 IT-Soldaten und 850 IT-Administratoren werden aktuell gesucht. Mühleck fordert auch klarere Gesetzgebung und mehr Befugnisse zur Abwehr von Hackerangriffen.

"Wenn wir feststellen, der Angriff auf uns kommt aus einem anderen Land, dann sollten wir beispielsweise Server ausschalten können, von denen die Angriffe ausgehen", sagte er der Zeitung. "Nicht immer ist sofort klar, woher ein Angriff kommt, und wer mit welchen Befugnissen reagieren kann", bedauert er. Der frühere Thyssen-Krupp-Manager arbeitet seit Oktober daran, die bisher selbstständigen IT-Abteilungen von Heer, Marine, Luftwaffe und Streitkräftebasis in eine moderne IT-Architektur zu integrieren. Seit Anfang des Jahres untersteht die zuvor unter dem Namen Herkules teilprivatisierte Bundeswehrinformatik auch wieder allein dem Bund.

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Autordts
QuelleDeutsche Textservice Nachrichtenagentur
Veröffentlichung12.02.2017
Aktualisierung20.02.2017 04:32
Ort Berlin
Schlagwörterdeu, militär
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