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18.11.2017 · Memmingen

Wer wird neuer FC Memmingen-Trainer?

Fußball-Regionalliga · Seit Freitagnachmittag ist klar: Bernd Kunze (44) wird den FC Memmingen nur noch bis zur Winterpause in zwei Wochen trainieren. Als Randnotiz vor dem Regionalliga-Kellerduell beim SV Seligenporten, das übrigens torlos 0:0 endete, verkündete der FCM in einer Pressemitteilung, dass bereits nächste Woche ein neuer Trainer präsentiert werde.

FC Memmingen
Wird das Training noch zwei Wochen leiten und sich dann wieder seiner Aufgabe als Sportlicher Leiter widmen: Bernd Kunze. Bild: Olaf Schulze

Über Name, Alter und bisherige Vereine verweigerte FCM-Vorsitzender Armin Buchmann (52) auf Nachfrage unserer Zeitung aber jegliche Auskunft: „Wir wollen den Neuen exklusiv unseren Mitgliedern bei der Jahresversammlung am kommenden Dienstag vorstellen.“

In den entscheidenden Gremien sei die Trainerfrage zur Geheimsache ernannt worden. Seit Wochen, so Buchmann, werde er gelöchert, wie es kurz- und langfristig weitergehe. Er habe stets darauf verwiesen, dass seit der Entlassung von Trainer Stefan Anderl Ende September feststand, dass Interimstrainer Kunze erst einmal bis zur Winterpause übernehmen werde.

„In dieser Zeit wollten wir schauen, welche Dinge Bernd Kunze bewegen kann und welche Dinge ein anderer bewegen muss.“

Der beruflich und familiär stark eingebundene Kunze sei nun froh, dass in Kürze ein neuer Übungsleiter beim FCM die tägliche Trainingsarbeit übernehme. Buchmann ist überzeugt davon, dass der neue Trainer „mit der entsprechenden Einarbeitungszeit in der Frühjahrsrunde den Klassenerhalt schaffen kann“.

Mögliche FCM-Trainer
Die AZ-Sportredaktion hat sich Gedanken über mögliche Kandidaten für die Kunze-Nachfolge gemacht:
  • Stephan Baierl (41 Jahre/bis August SSV Ulm 1846)
  • Tobias Luderschmid (36/zuletzt TSV Rain)
  • Oliver Schmid (40/zuletzt SC Ichenhausen)
  • Uwe Wegmann (53/derzeit SC Brühl/Schweiz)
  • Esad Kahric (58/derzeit 1. FC Sonthofen)

 

Auch wenn er zum Namen hartnäckig schweigt und nur berichtet, dass es etwa ein Dutzend schriftlicher Bewerbungen gegeben habe, so sagt Buchmann doch ein bisschen etwas zum Anforderungsprofil des neuen Coaches: „Er muss mit dem öffentlichen Druck umgehen können, die A-Lizenz haben und unsere Strukturen kennen.“

Stephan Baierl
Wird er neuer FCM-Trainer? Stephan Baierl, zuletzt beim SSV Ulm, scheint alle Kriterien zu erfüllen. Bild: Horst Hörger

Da sich der FCM weiterhin keinen hauptamtlichen Trainer leisten könne und wolle, sei es zuletzt ein klein wenig gewesen wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen, so Buchmann. Einer der Bewerber, die vom FCM-Boss eine Absage erhielten, erzählt gegenüber der AZ, Spielausschuss und Sponsoren würden nach einem Coach verlangen, der bereits Regionalliga-Erfahrung hat.

Er glaube auch, dass es für einen „Trainer ohne Memminger Stallgeruch“ unglaublich schwer werde, sich in der Kürze der Zeit zurechtzufinden.

Die Trainerdiskussion kommt just zu der Zeit, in der die Mannschaft unter enormem Druck steht. Und der wird nicht weniger. Denn im Kellerduell am Samstag beim Schlusslicht SV Seligenporten kam der FC Memmingen nicht über ein 0:0 hinaus. Wie der FCM auf seiner Homepage berichtete, hatten die Memminger in einer „nervösen“ Begegnung die besseren Möglichkeiten.

Die größte Chance vergab Furkan Kircicek in der Nachspielzeit, als er freistehend am leeren Tor vorbeikämpfte. Aus Sicht des FCM verändert sich nichts, der Abstand zum Relegationsplatz beträgt weiter vier Punkte.

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Artikelinfos
AutorStephan Schöttl, Thomas Weiß
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung18.11.2017
Aktualisierung24.11.2017 14:07
Ort Memmingen
Schlagwörterfußball, trainer, verein
FC MemmingenDossier
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