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20.05.2015 · Obergünzburg

Ausstellung in Obergünzburg „Gleich nebenan: In Memoriam“ zu Nazi-Greueltaten

Nationalsozialismus · Gleich nebenan wurden Menschen getötet: Mehr als 200.000 körperlich oder geistig behinderte und psychisch kranke Menschen wurden zwischen 1939 und 1945 in Deutschland im Rahmen des NS-Euthanasie-Programms planmäßig und grausam ermordet.

Vortrag Gernot Römer in Obergünzburg
Mit einem sehr persönlich gehaltenen Vortrag von Gernot Römer, der den Widerstand einer Ärztin in Ursberg gegen die Schreckensmaschinerie der NS-Euthanasie beleuchtete, ging das vierwöchige ... Bild: Marianne Hacker

Psychiater und Pflegekräfte schickten sie in Vernichtungslager, wo sie in Gaskammern starben, töteten sie mit Giftinjektionen, ließen sie langsam verhungern. Auch gleich nebenan, in der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren/Irsee, fielen mehr als 2000 Männer, Frauen und Kinder unfassbarer Unmenschlichkeit zum Opfer.

„Gleich nebenan: In Memoriam“, das Ausstellungsprojekt der Obergünzburger Arbeitsgemeinschaft Lokalgeschichte, wollte 70 Jahre nach Kriegsende gemeinsam mit örtlichen Jugendgruppen und Schulen daran erinnern. Zum Ende der Ausstellung, die viel Beachtung fand und nur noch am Donnerstag (21.05.) und Freitag (22.05.) im Obergünzburger Rathausfoyer zu sehen ist, sprach Gernot Römer, ehemaliger Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung, als Zeitzeuge.

Er wurde vorgestellt als „Pionier in der Aufarbeitung der Geschichte des Dritten Reiches in Schwaben“ und hielt einen sehr persönlich gehaltenen Vortrag mit dem Thema : „Statt Hilfe Mord... Wie das Dritte Reich in Schwaben mit geistig Kranken umging.“

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Artikelinfos
AutorMarianne Hacker
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung20.05.2015
Ort Obergünzburg
Schlagwörternationalsozialismus, ausstellung
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