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Übergriff auf Polizeibeamte
Polizistin mehrfach in den Bauch getreten: Junge Frau (18) muss in Jugendarrest

Eine Polizistin wurde von einer 18-Jährigen mehrfach in den Bauch getreten. (Symbolbild)
  • Eine Polizistin wurde von einer 18-Jährigen mehrfach in den Bauch getreten. (Symbolbild)
  • Foto: David Yeow
  • hochgeladen von David Yeow

Weil eine 18-Jährige im Oktober bei der Durchsuchung ihrer Wohnung heftigen Widerstand leistete und eine Polizistin mehrfach mit dem Fuß in den Bauch trat, wurde sie nun zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe und einem dreiwöchigen Jugendarrest verurteilt. Die Beamtin war im Anschluss nicht mehr dienstfähig und musste sich in einem Krankenhaus behandeln lassen. Eine Krankschreibung für zwölf Tage war die Folge des Angriffs. Wie die Polizei berichtet, hatten Beamte in ihrer Wohnung nach einem richterlichen Beschluss illegale Betäubungsmittel gesucht und eine geringe Menge Marihuana gefunden.

Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen ging das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Memmingen, die Anklage gegen die 18-Jährige erhob. Mitte Februar fand die Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Memmingen statt, in der die Frau unter anderem wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde. Das Urteil ist rechtskräftig.

Gewalt gegen Einsatzkräfte in priorisiertem Verfahren bearbeitet

Erhebliche Übergriffe wie dieser werden von der Polizei und der Staatsanwaltschaft in einem priorisierten Verfahren bearbeitet, weil die Gewalt gegen Einsatzkräfte immer mehr steigt. Das Ziel des priorisierten Verfahrens ist es, die Verantwortlichkeiten zu bündeln, indem es bei beiden Ermittlungsbehörden spezielle Ansprechpartner gibt. Dadurch werden kurze Wege geschaffen und die Verfahrensdauer verkürzt. So läuft das Strafverfahren effektiv ab und noch ausstehende Ermittlungen werden in gegenseitiger Absprache schnell eingeleitet und durchgeführt.

Spezialisierte Staatsanwälte kümmern sich um solche Fälle

"Wir nehmen Gewalt gegen Polizeibeamte nicht hin, sondern führen die Ermittlungen konsequent und zügig. Verfahren gegen ermittelte Tatverdächtige leiten wir schnellstmöglich an die Justiz weiter", so Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner. Dr. Christoph Ebert, Leiter der Staatsanwaltschaft Memmingen: "Bei der Staatsanwaltschaft kümmern sich spezialisierte Staatsanwälte um Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte. Übergriffe auf Einsatzkräfte bringen wir entschlossen zur Anklage."

Polizei und Rettungskräfte sollen besser vor Gewalt geschützt werden

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