Sicherheitsgespräch des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West
Landkreis Unterallgäu: 76,5% aller Straftaten wurden letztes Jahr aufgeklärt

Polizei (Symbolbild)
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  • Foto: Hannah Kronschnabl
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Landrat Alex Eder begrüßte erstmals Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner zum jährlichen Sicherheitsgespräch zwischen dem Landratsamt Unterallgäu und dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Mindelheim. In seiner Einleitung betonte Landrat Eder die Wichtigkeit des Austausches über die Themen, die die jeweiligen Sicherheitsbehörden beschäftigen.

Aufklärungsquote leicht über dem Durchschnitt

Die Polizeipräsidentin hatte positive Nachrichten zur Kriminalitätsentwicklung im Landkreis Unterallgäu mitgebracht. Im Jahr 2020 wurden von den Polizeidienststellen im Landkreis 76,5% aller Straftaten aufgeklärt. Damit liegt der Landkreis Unterallgäu rund 2,5% über dem im bayernweiten Vergleich bereits sehr guten Ergebnis des gesamten Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West.

Umgang mit Daten im Internet ist ein Problem

Sorge bereitet der Polizeipräsidentin der Anstieg der Straftaten im Bereich der Internetkriminalität, auch als mögliche Folge der Corona-Pandemie, da viele Geschädigte im Lockdown Kaufangebote im Internet wahrgenommen haben. "Viele Geschädigte haben noch nicht das nötige Bewusstsein für einen sorgsamen Umgang mit ihren Daten im Internet entwickelt", so die Polizeipräsidentin.

Vermehrtes Aufkommen von Betrugsmaschen am Telefon

Ebenfalls Grund zur Sorge bereitet nach wie vor die Entwicklung im Bereich des Anrufbetrugs. Derzeit setzen die Betrüger vor allem auf die sog. Enkeltrick- und Schockanrufe, bei denen u. a. eine Notlage vorgetäuscht wird, deren Folgen gegen Zahlung einer hohen Summe abgewendet werden können. Trotz umfangreicher Präventionsarbeit sind die Betrüger mit ihrer perfiden Masche immer wieder erfolgreich.

E-Bike- und Pedelec-Fahreinnen und -Fahrer besonders gefährdet

Im Bereich des Straßenverkehrs sind im vergangenen Jahr die Unfallzahlen, auch bedingt durch die Corona-Pandemie, zurückgegangen. Leider waren auf den Straßen des Landkreises im Jahr 2020 12 Verkehrstote zu beklagen, darunter auch zwei getötete Pedelec-Fahrer. Bei 44 Unfällen mit Pedelec-Beteiligung wurden 42 Personen zum Teil schwer verletzt, was einen Anstieg von rund 40% gegenüber dem Jahr 2019 bedeutet. Neben möglichen baulichen Anpassungen im Straßenraum sind in diesem Bereich vor allem die Prävention und Hinweise über den richtigen Umgang mit den oftmals ungewohnt schnellen Pedelec von hoher Bedeutung. Die Teilnehmer des Sicherheitsgespräches waren sich einig, dass, wie auch im Verkehrssicherheitsprogramm 2030 des Bayerischen Innenministeriums festgelegt, ein Schwerpunkt der Präventionsarbeit den ungeschützten Verkehrsteilnehmern gelten muss.

Abschließend stellten beide Seiten fest, dass die Zusammenarbeit zwischen Landratsamt und Polizeipräsidium vom Willen geprägt ist, den Schutz der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt zu stellen und die Menschen im Unterallgäu auch weiterhin in einer sehr sicheren Region leben.

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