Energie
Windkraft: Markt Rettenbach will Bürger befragen

Der Markt Rettenbacher Gemeinderat will vorerst keine Vorranggebiete für Windkraftanlagen melden. Das hat das Gremium in der jüngsten Sitzung beschlossen.

Der Regionalverband Donau-Iller hatte - wie in andern Orten im Unterallgäu auch - bei der Gemeinde Markt Rettenbach angefragt, ob die Kommune generell über ein solches Gebiet verfügt. Wie Bürgermeister Alfons Weber erklärte, geht es um Bereiche, die sich für Windparkanlagen eignen und weniger um Einzelwindräder.

Die Nutzung der Windkraft werde zunehmend stärker forciert. Das zeige sich auch in der neuerlich großzügigeren Handhabung von Abstandsflächen zu Wohnbaugebieten, beim Naturschutz und den Nabenhöhen der Anlagen, so der Rathauschef.

Dem Gemeinderat ging es zunächst um die Frage, ob die Bürger überhaupt Windkraft wollen und ob sie Windkraftanlagen in größerem Umfang akzeptieren. Bevor die Gemeinde Vorranggebiete ausweist, muss nach Angaben von Weber in einer Bürgerversammlung die Bevölkerung an der Entscheidung beteiligt werden. Dabei gehe es nicht nur um die Nutzung der Windkraft, sondern um die Energiewende insgesamt, sagte der Rathauschef. Daher sei die Meinung der Bürger sehr wichtig.

Man werde sich mit dem Thema auch künftig auseinandersetzen müssen und ein Auge darauf haben, wer in den geplanten Windparks die Anlagen aufstellt, auch wenn eine Einflussnahme durch die Gemeinde wahrscheinlich schwierig werden wird, vermutet der Bürgermeister.

Mindestabstand zu gering

Marktrat Sebastian Schurer wies darauf hin, dass es bisher die Linie des Markt Rettenbacher Gemeinderates gewesen sei, keine Vorranggebiete für Windkraftanlagen auszuweisen. Dabei solle es auch bleiben. Zugleich sollte aber ein Energiekonzept erarbeitet werden, das die anderen Möglichkeiten der erneuerbaren Energiegewinnung mit einschließt. Paul Maugg gab zu bedenken, dass der bisher gültige Mindestabstand von Windkraftanlagen zu Wohngebieten mit 700 Metern zu gering sei. Er selbst wohne rund 1,5 Kilometer von einem Windrad entfernt und habe trotzdem unter der Lärmbelästigung zu leiden.

Auch führte er an, dass der Regionalverband Donau-Iller über den größten Anteil von Windkraftanlagen in Bayern verfüge. Andere Regionen, wie etwa die Schwäbische Alb, hätten dagegen so gut wie keine. << Sind die Windverhältnisse bei uns wirklich so viel besser als anderswo? >>, fragte er.

Die Gemeinde will nun erst einmal die bevorstehende Anhörung durch den Regionalverband abwarten.

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