Landwirtschaft
Staatssekretär sieht großes Potenzial in Allgäuer Agrarwirtschaft

'Die deutsche Landwirtschaft hat großes Potenzial': Das hat Staatssekretär Dr. Gerd Müller am Freitag während seiner Ausführungen zu 'Zukunftsmärkten der Agrarwirtschaft' in Günz bekräftigt.

Zunächst erläuterte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft, Roland Demmler, dass der Strukturwandel im Unterallgäu in vollem Gange sei. Seinen Angaben zufolge gibt es immer weniger Milchviehbetriebe – dafür aber größere. Während die Milchviehbestände stetig abnähmen, habe man dafür mittlerweile zahlreiche Biogasanlagen im Landkreis.

Müller vertrat die Ansicht, dass das Allgäu bei der Landwirtschaft die 'herausragende Region' sei.

Um die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung gewährleisten zu können, müsste man die weltweite Produktion um 70 Prozent anheben – und dies bei schrumpfenden Flächen und Ressourcen. In puncto Einkommen sei 2011 ein gutes Jahr gewesen.

Von niedrigem Niveau aus seien Steigerungen zwischen 20 und 25 Prozent registriert worden. Momentan sei die Tendenz wieder leicht rückläufig, so Müller.

Erfolge seien bei der Erbschaftssteuer erzielt worden. 'Wir haben das so gestaltet, dass der Hof ohne Zugriff des Finanzamtes übergeben werden kann', meinte der Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung. Ein wichtiges Thema sei auch das Bauen im Außenbereich. Hier brauche man bei der Nachnutzung von alten und aufgelassenen Bauernhöfen mehr Spielraum.

Wichtig sind dem CSU-Politiker faire Lebensmittelpreise und eine neue Verbraucherethik. Stellung nahm Müller auch zur Agrarpolitik der Europäischen Union (EU). Wichtig sei die Stärkung des Grünlands. Zudem müsse es zu einem Bürokratieabbau für die Bauern kommen. Photovoltaikanlagen seien für den ländlichen Bereich ein 'Förderprogramm größten Ausmaßes'.

Selbst nach der geplanten Absenkung der Einspeisevergütung seien Renditen von rund acht Prozent möglich.

Kaiser: Lösungen finden

Für CSU-Landratskandidatin Marita Kaiser sind der Strukturwandel und die Energiewende eng miteinander verbunden. Generell gelte es, die bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten, forderte sie. Möglich sei unter anderem eine Umstrukturierung in der Energie- und Biowirtschaft. 'Hier muss man für jeden Landwirt individuelle Lösungen finden', sagte Kaiser.

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