Gaudi-Wettkampf
Sontheimer beweisen Geschicklichkeit bei «Bayerns beste Bayern»

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«Bloß it hudla» steht auf den weinroten T-Shirts der Sontheimer Feuerwehrler geschrieben. Und genau das ist auch der Tipp, den Bayern-1-Moderator Christoph Lehmann den Parcours-Teilnehmern an diesem heißen Frühlingstag ans Herz legt: «Lieber ruhig und dafür Gefühl entwickeln», sagt er. Zweimal 45 Minuten haben die Sontheimer Zeit, um sich für das Finale der Gaudi-Aktion «Bayerns beste Bayern» des Radiosenders Bayern 1 zu qualifizieren. 110 Punkte erspielen sie sich letztlich und schaffen es mit einem fünften Platz in die Endrunde. Bisher, denn in den nächsten Tagen geben weitere bayerische Gemeinden alles, um die Sontheimer zu überholen und unter die besten Sieben zu kommen.

Mehrere Hundert Zuschauer haben sich auf den Löwenplatz versammelt. Manche suchen Schatten unter einem der großen Sonnenschirme, andere gönnen sich eine kühle Apfelschorle oder stärken sich mit einer Bratwurst. Musikgesellschaft, Landjugend, Theaterverein, Feuerwehr: Viele Mitglieder üben bereits vor dem ersten offiziellen Durchgang Maßkrug schieben, «Bergsteigen» und Fußball balancieren, damit später alles klappt.

«Wenn man erstmal drin ist, vergisst man die Leute»

Dann geht es los. Je einen Punkt gibt es pro erfolgreich erfüllte Aufgabe. Dabei darf immer nur ein Spieler den Parcours betreten. Der 21-jährige Jakob Müller findet die Ball-Balancier-Station am schwierigsten. «Das Koordinieren ist das Problem», sagt er. Dass so viele Menschen um ihn herumstehen, während er sich voll konzentrieren muss, stört das Landjugend-Mitglied nicht.

«Wenn man erstmal drin ist, vergisst man die Leute.» So sieht es auch Angelika Heel: Die 27-jährige Sontheimerin ist später gekommen und hatte keine Zeit zum Üben. Man müsse einfach Ruhe finden und dann «schafft man das irgendwie».

Punkt um Punkt steigt das Konto der Gemeinde. Immer wieder sendet der Bayerische Rundfunk (BR) in diesen Stunden zwei- bis dreiminütige Beiträge aus Sontheim. Manche live, andere leicht zeitversetzt über das Satellitenmobil, so BR-Projektleiterin Manuela Brenzinger. Die Stimmung ist bestens. Aus den großen Boxen schallt «Und dann die Hände, zum Himmel» und die Menge macht, wozu «Die Kolibris» sie auffordern.

Mittlerweile hat sich auch die Anfangsnervosität von Bürgermeister German Fries gelegt. «Es läuft», sagt er zufrieden. Zufrieden ist er nicht zuletzt auch deshalb, weil die Gemeinde an diesem Tag nur gewinnen kann: Sieben ortsansässige Firmen haben sich dazu bereit erklärt, pro erspieltem Punkt jeweils einen Euro für soziale Zwecke in der Gemeinde zu spenden.

770 Euro kommen auf diesem Wege schließlich zusammen. Sie sind der Gemeinde sicher. Zudem besteht die Hoffnung, am 4. Juni in Brannenburg bei Rosenheim den ganz großen Volltreffer zu landen und mit weiteren 10000 Euro im Gepäck die Heimreise anzutreten. Bei einer Finalteilnahme kämen dann auch wieder die T-Shirts der Wehrler ins Spiel, denn «in der Ruhe liegt die Kraft», ist dort Weiß auf Weinrot zu lesen.

 

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