Hochwasserschutz
Sontheim zahlt 1,5 Millionen Euro

Mit 9:2 Stimmen hat der Sontheimer Gemeinderat dem Finanzierungskonzept des Projekts «Hochwasserschutz Günztal» sowie der Gründung eines Zweckverbandes zur Unterhaltung der Rückhaltebecken in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt.

Wie berichtet will der Freistaat Bayern mit diesem gebietsübergreifenden Vorgehen die Hochwassergefährdung an der östlichen und westlichen Günz minimieren. Bei einem 100-jährlichen Hochwasser würde sich der Schaden auf geschätzte 160 Millionen Euro belaufen. Aber nicht nur der materielle Schaden steht für die Gemeinderäte im Vordergrund. Auch Menschen können zu Schaden kommen: Im Jahr 2002 etwa waren zwei Sontheimer Feuerwehrmänner durch mitreißende Wassermassen beziehungsweise den Sturz in eine Güllegrube in Gefahr geraten.

Rund 1,4 bis 1,5 Millionen Euro beträgt der finanzielle Anteil für die Gemeinde Sontheim, wobei hierbei ein Zuschuss des Freistaates von zirka 76 Prozent abgezogen ist.

Diese Zuwendung würde um 25 Prozent gekürzt, falls sich die sieben beteiligten Gemeinden nicht dazu entschließen, für 100 Jahre die Pflege- und Unterhaltskosten der Becken zu übernehmen. Ein weiteres Problem - und darüber ist die Gemeinde Sontheim nicht glücklich - ist die Hochwassersituation in Attenhausen. Dort sind laut Bürgermeister German Fries zwei Becken geplant. Da es sich in Attenhausen um sogenannte Gewässer dritter Ordnung handelt, liegen der Bau sowie die Kostenübernahme bei der Gemeinde. Wenn beide Maßnahmen gleichzeitig durchgeführt würden, gäbe es für Attenhausen etwa die gleiche Förderung wie beim Günztal-Projekt.

Nur wenn alle beteiligten Gemeinden zustimmen - also Markt Rettenbach, Sontheim, Westerheim, Ottobeuren, Erkheim, Babenhausen und Deisenhausen - kann das Projekt in der geplanten Form zustande kommen. Grünes Licht gab es neben Sontheim bereits von Ottobeuren.

Weitere Themen auf der Tagesordnung

Im Anschluss an das Thema Hochwasserschutz standen weitere Themen auf der Tagesordnung des Sontheimer Gremiums:

Der Anschluss des Kammlacher Ortsteils Wideregg an die Sontheimer Wasserversorgung wurde abgelehnt mit der Begründung, dass erst die Probleme des Wasserschutzgebietes zwischen Sontheim und Attenhausen geklärt werden müssten.

Zuschüsse beziehungsweise Neuanschaffungen für die Feuerwehr, die beiden Büchereien sowie den Kindergarten Attenhausen wurden einstimmig genehmigt.

Auftragsarbeiten für verschiedene Neuanschaffungen und Wartungsarbeiten an der Steuerungs- und Lüftungsanlage der Mehrzweckhalle wurden in Höhe von 7200 Euro vergeben.

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