Technik
Schnelles Internet für Markt Rettenbach

Schnelles Internet war das Thema einer außerordentlichen Bürgerversammlung in Markt Rettenbach, zu der zahlreiche Bürger der umliegenden Gemeinden in den Adlersaal gekommen waren. Markt Rettenbach will sich der «Breitbandinitiative Bayern» anschließen (siehe Infokasten) und jedem Haushalt eine schnelle Verbindung anbieten, sagte Bürgermeister Alfons Weber. Für die Einheitsgemeinde sei dies eine «absolute Notwendigkeit».

Diejenigen, die in den 35 Ortsteilen mit dem PC arbeiten, sollten künftig nicht mehr so lange wie bisher warten müssen, um Daten im Internet abrufen zu können, so der Rathauschef. Mit Blick auf eine schnelle Interbetverbindung sprach Weber von «Druck», der vor allem von den Unternehmern ausgehe. Allein für Engetried und Markt Rettenbach gebe es derzeit ein schnelles Glasfaserkabel. Eine Umfrage in der Gemeinde habe ergeben, dass seitens der Bürger breites Interesse an einem Ausbau vorhanden ist. Dies mache eine Förderung durch den Freistaat mit bis zu 100000 Euro möglich, so Weber. Die Gemeinde müsste etwa 40000 Euro beisteuern.

Richtfunk statt Kabel

Nun sei eine Lösung per Richtfunk geplant. Für eine Kabel-Variante wären immense Erdarbeiten nötig. Bei Kupferkabeln, so Daniel Albert von «Allgäu DSL» aus Wertach (Oberallgäu), sei die Leistung bereits nach 1,5 Kilometern uninteressant. Die Richtfunklösung sieht laut Albert fünf Standorte für Funkmasten vor - unter anderem bei Könget-ried. Nachdem die Sendeleistung «bei nur einem Watt» liege, sei sie gesundheitlich «völlig unbedenklich», so Albert. «Das Autoradio hat viel mehr Strahlung.»

Die Funkempfänger können an den Häusern montiert werden und seien relativ klein. Auch der Sender sei nur doppelt so groß. Mehrere Sender decken eine große Fläche ab, so Albert. Wie er weiter informierte, könne die Reichweite beim Richtfunk leicht zehn Kilometer betragen. Zudem sei er wetterunabhängig.

Bei anderen Techniken dürfe hingegen kein Baum zwischen Sender und Empfänger stehen. Albert zeigte die Empfänger und verdeutlichte, dass «kein Festnetzanschluss mehr nötig» sei. Der Hausanschluss werde einmalig 59 Euro kosten, so Albert. Verschiedene Telefon- und Internettarife seien möglich.

Diplom-Physiker Clemens Frank Mehnert vom Landesamt für Umwelt in Augsburg erklärte, welche unterschiedlichen Sendeleistungen verschiede Techniken haben.

Gegen Funkmasten

Auf Nachfragen der Bürger stellte Rathauschef Weber eine baldige Entscheidung in Aussicht. Laut Albert sei ein Funknetz noch in diesem Jahr möglich. Gemeinderat Nikolaus Burger übte Kritik an der Funk-Variante, da dafür Funkmasten notwendig seien.

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