Einweihung
Radlerstrecke Kellmünz-Babenhausen ist eröffnet

Noch vor 50 Jahren fuhren auf der Bahnlinie Babenhausen-Kellmünz regelmäßig Züge. Nachdem 1964 die Personenbeförderung sowie 1996 der Güterverkehr eingestellt worden sind, übernimmt die einstige Bahntrasse jetzt wieder eine verbindende Rolle: Als Geh- und Radweg führt sie Menschen aus zwei Landkreisen und Gemeinden sowie drei Tälern zusammen. Der landkreisverbindende Radweg Iller-Roth-Günztal wurde am Samstag eingeweiht.

<< Jetzt los! >>: In Sekundenschnelle hatten die Landräte Hans-Joachim Weirather (Unterallgäu) und Erich Josef Geßner (Neu-Ulm), CSU-Landtagsabgeordneter Josef Miller sowie die Bürgermeister Otto Göppel (Babenhausen), Wolfgang Huber (Kellmünz), Klaus Seidler (Osterberg), Peter Lessmann (Pleß) und Hans-Peter Mayer als stellvertretendes Gemeindeoberhaupt von Winterrieden das weiß-blaue Band durchschnitten. Pater Thomas aus Kellmünz und der evangelische Pfarrer Stefan Scheuerl aus Babenhausen segneten die Strecke.

Landschaftlich schön und eben

Um diesen historischen Augenblick mitzuerleben, waren zahlreiche Bürger von allen Richtungen zum ehemaligen Bahnhof bei Weiler geradelt. Die weiteste Entfernung legte Robert Schenk, Leiter des Bereichs Planung und Bau bei der Regierung von Schwaben, von Augsburg aus per Drahtesel zurück. << Diese Strecke ist nicht nur landschaftlich schön, sondern durch ihren ebenen Verlauf auch angenehm zu radeln >>, hat Landrat Weirather bei seiner Anfahrt mit dem Mountainbike festgestellt.

Nach mehrjähriger Anlaufzeit bedurfte das landkreisübergreifende Projekt eines besonderen Anschubs durch den Markt Babenhausen, erklärte er. Dieser habe nämlich den Großteil der Strecke von der Deutschen Bundesbahn erworben.

Da sein Großvater in Weiler gewohnt habe, kenne er die Gegend, sagte der Neu-Ulmer Landrat Erich Josef Geßner. Sein Zuspätkommen sei deshalb nicht auf mangelnde Ortskenntnis, sondern auf einen Fehler im Terminkalender zurückzuführen. Um das Projekt voranzubringen, habe der Kreis Neu-Ulm die Anteile der finanzschwachen Gemeinden Kellmünz und Osterberg vorfinanziert. << Jetzt fehlt nur noch die geeignete Einkehrmöglichkeit entlang der Strecke. >>

<< Dieser Radweg war aller Mühe wert >>, freute sich das Kellmünzer Gemeindeoberhaupt Wolfgang Huber. Als Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Altenstadt zog der per Fahrrad angereiste Bürgermeister Wolfgang Höß eine Überraschung aus seinem Rucksack: Auf Beschluss der Gemeinschaftsversammlung übernimmt die VG für Kellmünz und Osterberg die Raten 2012 und 2013 zu jeweils 5000 Euro.

<< Die Landkreise Neu-Ulm und Unterallgäu haben die Bedeutung von Fahrradwegen frühzeitig erkannt >>, lobte Landtagsabgeordneter Josef Miller.

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