Festival
Peter Förg möchte Schülern die Kultur des schwarzen Kontinents vermitteln

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Peter Förg hat viel zu tun in den nächsten Tagen. Er wird sich die Zeit gut einteilen müssen. Aber er sagt: «Ich mache das gerne.» Förg rührt für das zweite Afrika-Festival in der Sontheimer Dampfsäg (8. bis 10. Juli) die Werbetrommel. Sein Weg führt ihn unter anderem in Schulen der Region. «Wir wollen Kindern afrikanische Kultur vermitteln», sagt Förg. Der Buxheimer ist Afrika-Experte und leitender Mitarbeiter des Kindermissionswerks «Die Sternsinger», das zusammen mit der Dampfsäg dieses Festival auf die Beine stellt.

<< Wir wollen zudem erreichen, dass Vorurteile abgebaut werden. >> Auf beiden Seiten. Und natürlich wollen die Organisatoren aktive Hilfe leisten in Afrika. Der Erlös des Festivals fließt in die Organisation << Hosfa >> in Uganda, die mithilfe von Gesundheits- und Sozialdiensten bedürftigen Familien und Aids-Kranken beisteht; die Schulkinder unterstützt und Jugendliche auf der Suche nach einer Ausbildung berät; die Lehrwerkstätten betreibt und eine kleine Klinik mit Beratungszentrum aus dem Boden gestampft hat.

Um Authentizität bemüht

Um Authentizität sind die Veranstalter im Unterallgäu besonders bemüht. Auf jene Künstler, die in Europa von Festival zu Festival ziehen und dort vor allem aus kommerziellen Gründen ihre Künste darbieten, haben sie es nicht abgesehen. << Wir kennen viele unserer afrikanischen Gäste und pflegen mit ihnen schon seit längerer Zeit eine freundschaftliche Bekanntschaft >>, versichert Förg.

Zum Beispiel mit dem Senegalesen Youssouf Coly, der mit der in Memmingen lebenden Andrea Friedhofen einen Tanzworkshop auf die Beine stellt. Oder Thoma Sow und Max Bousso.

Mit Bousso, einem Musikpädagogen, besucht Förg einige Schulen in der Region. Im Schlepptau haben die beiden zudem Henry Nganda und Noa Kokooza aus Uganda, die den Unterallgäuer Schülern im Vorfeld des Festivals vom Leben der Kinder in Afrika erzählen. Ein mitunter mühevolles Leben, aber eben auch eines, das Platz bietet für Freude, Spaß und Spiel.

<< Mit dem Festival und den Aktionen in der Schule >>, sagt Förg, << sollen Grenzen überwunden werden. >> Und er glaubt: << Kinder für das Leben in einer anderen Welt zu sensibilisieren, ist eine wichtige Aufgabe der Gesellschaft.

>> In Sontheim wird es dieses Jahr neben Angeboten für Erwachsene auch ein umfangreiches Kinderprogramm geben - mit Trommel- und Tanzgruppen, einem Märchenhaus und einem Fußballturnier, bei dem nicht gegen einen Lederball getreten wird, sondern gegen ein rundes Geflecht aus Bananenschalen (siehe auch Infokasten).

Förg und seine Mitstreiter haben ein friedliches Fest für die gesamte Familie im Auge, bei dem manche (Kinder wie Erwachsene) nach dem Mittagessen womöglich schwärmen: << Das hat mir aber gut geschmeckt. >> Obwohl es statt Schnitzel und Pommes vielleicht Couscous gab, Injera Fladen aus Äthiopien oder einen Bananen-Kokos-Pudding.

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