Special Gesundheit SPECIAL

Medizin
Ottobeuren wird Notarzt-Standort

Die Zeichen für eine gute Zukunft des Kreisklinikums in Ottobeuren stehen offenbar gut. Der Zweckverband Rettungsdienste hat beschlossen, dass Ottobeuren zum Standort eines Notarztsitzes wird. Die europaweite Ausschreibung läuft in diesen Tagen an. Das sagte Landrat Hans-Joachim Weirather im Gespräch mit der MZ.

Im März 2012 soll auf einer Zweckverbandssitzung entschieden werden, welche Hilfsorganisation den Zuschlag bekommen wird. Als mögliche Kandidaten nannte Weirather die Malteser, die Johanniter und das Rote Kreuz.

Ab Mai soll dann die notfallmedizinische Versorgung im südwestlichen Landkreis spürbar verbessert werden. Ein Gutachten hatte laut Weirather gezeigt, dass im Ernstfall Helfer in manchen abgelegenen Gebieten nicht rasch genug vor Ort sein können. Das hat letztlich den Ausschlag für Ottobeuren gegeben.

Wie berichtet, hatten zwei Studien unabhängig voneinander die bereits längere Zeit vorgebrachte Forderung des Landkreises nach einem neuen Notarzt-Standort unterstrichen: So war etwa eine 'Notarztstudie' im Auftrag der Sozialversicherungsträger und des bayerischen Innenministeriums zu dem Schluss gekommen, dass es sinnvoll sei, einen weiteren Notarztstandort für das Unterallgäu einzurichten.

Von diesem aus sollen die Gemeinden Egg an der Günz, Erkheim, Holzgünz, Lauben, Markt Rettenbach, Oberschönegg, Ottobeuren, Ronsberg, Sontheim, Ungerhausen und Westerheim schneller als bisher notärztlich versorgt werden. Hierfür biete sich die Kreisklinik an. Klinikumsvorstand Franz Huber sagt: 'Das stärkt das Krankenhaus'. Ein lang gehegter Wunsch erfülle sich. Die Wache ist rund um die Uhr besetzt.

Neben Ärzten aus dem Krankenhaus beteiligen sich auch niedergelassene Mediziner. Notarztstandorte sind auch Mindelheim und Memmingen. Babenhausen hat eine Rettungswache. Am Krankenhaus Ottobeuren soll auch eine Akut-Geriatrie eingerichtet werden. Beim Gesundheitsministerium laufe ein entsprechender Antrag, so Huber. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen prüfe diese Idee derzeit.

Geplant ist auch, die teilstationäre und zusätzlich eine 'multimodale Schmerztherapie' einzuführen. Dr. Wolfgang Hofacker geht Ende Juni 2012 in Ruhestand. Ab Juli wird der Mindelheimer Chefarzt Dr. Manfred Nuscheler Anästhesie-Chefarzt auch für Ottobeuren.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen