Feier
Neuer Altar für die Pfarrkirche St. Jakobus major in Markt Rettenbach

Die Sanierung des Innenraums der Pfarrkirche St. Jakobus major in Markt Rettenbach ist abgeschlossen. Seit dem Jahr 2008 konnten die Kirchenbesucher die einzelnen Abschnitte der Renovierung verfolgen. Die letzte große Neuerung werden sie an diesem Sonntag sehen: Ein neuer Altar und ein neuer Ambo (das Lesepult, Anm. d. Red.) wurden in dieser Woche aufgestellt. Sie werden von Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger in einem Festgottesdienst geweiht.

Als Pfarrer Hermann Neuß vor zweieinhalb Jahren nach Markt Rettenbach kam, fand sein erster Gottesdienst zwischen einem Gerüst im Chorraum statt. «Damals wurde gerade das Kreuzgerippe ausgebessert», erinnert er sich. Seitdem hat er die Renovierung aufmerksam begleitet und freut sich am Ergebnis. «Mit dem neuen Steinaltar haben wir die neugotische Einheit der Kirchenausstattung wieder.»

Im Zuge der Sanierung wurden zwei neugotische Seitenaltäre, die seit 1946 auf dem Dachboden der Kirche lagerten, zurück an ihre ursprünglichen Plätze gebracht. «Mit den Ministranten bin ich einmal auf den Dachboden gegangen, um die Altäre anzuschauen. Sie haben sich gleich hineingestellt auf die Plätze der Heiligen», erinnert sich Pfarrer Neuß schmunzelnd. Beim «Zusammenpuzzeln» der einzelnen Altarteile fiel schließlich auf, dass eine Heiligenfigur fehlte.

«Der heilige Wendelin muss verloren gegangen sein. Wir haben bei einem Holzschnitzer aus Oberammergau einen neuen in Auftrag gegeben.»

300000 Euro Gesamtkosten

Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 300000 Euro, informiert der Pfarrer. 115000 Euro übernahm die Diözese Augsburg, Unterstützung kam auch vom Landkreis Unterallgäu, vom Bezirk Schwaben und vom Landesamt für Denkmalpflege. Die Pfarrei habe 70000 Euro an Spenden gesammelt. «Früher hat man die Plätze in der Kirche verkauft, um eine Renovierung zu finanzieren. Bei uns konnte man sich an einer Heiligenfigur beteiligen», erzählt der Geistliche.

Vieles ist seit dem Jahr 2008 in St. Jakobus gerichtet worden: Die statische Sicherung war ein wichtiges Thema, das Dachgebälk wurde saniert, Risse wurden ausgebessert und Figuren und Bilder restauriert. Der neue Altar stammt aus der Steinmetz-Werkstatt von Konrad und Matthias Zettler aus Markt Rettenbach. «Konrad Zettler ist unser Kirchenpfleger, den Altar stiftet er der Kirche», sagt Pfarrer Neuß. Entworfen wurden Altar und Ambo vom Engetrieder Künstler Joachim Kraus.

Die Pfarrkirche liege an zwei bedeutenden Pilgerwegen, dem Jakobsweg und dem Crescentiaweg, erklärt Pfarrer Neuß. «Eine Reliquie der heiligen Crescentia werden wir für unseren neuen Altar bekommen. Die Oberin des Crescentiaklosters in Kaufbeuren, Schwester Regina, wird die Reliquie am Sonntag selbst zum Altar tragen.»

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