Landvolk
Netzwerke auf den Dörfern

«Damit ihr Hoffnung habt» war das Leitwort beim Landvolktag am Samstag in Erkheim. Man wolle «zum Nachdenken und Handeln anregen», so Landvolk-Vorsitzender Hans Mayer. Der Festprediger, Prälat Dr.Bertram Meier, richtete den Blick auf Jesus und Paulus. «Jesus war ein Landmensch und hätte das erste Mitglied der katholischen Landvolkbewegung sein können», so der Prälat.

Heute würden Pfarreiengemeinschaften auf dem Land als Netzwerke für Kirche und Kommune dienen, betonte Meier. Das bedeute aber nicht, dass «unter jedem Zwiebelturm jeden Sonntag Eucharistie gefeiert» werde. Kirche müsse aber Lebensraum bleiben. Der Festprediger forderte dazu auf, in Familien und in der Nachbarschaft den Glauben zu leben.

Die Stimme von Wolfgang Küpper vom Bayerischen Rundfunk ist vielen aus dem Radio bekannt. Er ist der Leiter des Kirchenfunks. Beim Landvolktag in Erkheim stellte er fest, dass die kirchlichen Feste zwar noch im Kalender stehen würden, ihre Bedeutung sei inzwischen aber vielen unbekannt. Auch die kirchlichen Sakramente würden teilweise nur noch als Brauchtum angesehen. Doch Küpper zeigte sich auch hoffnungsfroh. Aus Resignation und Verzweiflung könne sogar die Kraft für gute Taten erwachsen.

Wichtig sei eine Kirche, die allen einen Platz bietet, betonte er. Außerdem müsse man sich offen, ehrlich und respektvoll auf Fremde einlassen. Die Kirche stehe an einem Wendepunkt, so der Rundfunkmann weiter. Das Zölibat sei kein Glaubensbekenntnis, sondern von Menschen gemacht, sagte Küpper.

Plädoyer für ein Miteinander

Sie fühle, dass «unsere Kirche auf dem absteigenden Ast ist», sagte die stellvertretende Landrätin Heidemarie Zacher. Wichtig sei «ein Miteinander zwischen den Generationen und den Gesellschaftsschichten», fügte die Kommunalpolitikerin hinzu. Viele hätten Angst, ihre Anliegen würden falsch verstanden, sagte Elisabeth Mantlik vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken beim Unterallgäuer Landvolk.

CSU-Landtagsabgeordneter Josef Miller forderte in Erkheim jeden bekennenden Christen dazu auf, Störendes zu ändern und einen eigenen Beitrag zu leisten. Die Landwirte würden der Kirche weiterhin die Treue halten, so die stellvertretende Kreisbäuerin Elfriede Miller. Sie wollten ihren Kindern ein Vorbild sein.

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