Wirtschaft
Mitglieder des insolventen Agrarhandels EVG werden möglicherweise zur Kasse gebeten

Auf Mitglieder der insolventen Ein- und Verkaufsgenossenschaft (EVG) mit Sitz im Unterallgäuer Erkheim könnten noch finanzielle Forderungen zukommen. Es gehe jetzt darum, die Interessen der Gläubiger zu befriedigen, sagt Insolvenzverwalter Dr. Thomas Karg (Memmingen).

Darum prüft er nun, ob auch jene Genossen noch zur Kasse gebeten werden, die nach einer Erhöhung der Geschäftsanteile ihre Mitgliedschaft zum Jahresende gekündigt hatten.

Das wären laut Karg etwa 6.000 Betroffene, auf die voraussichtlich eine Forderung von jeweils etwa 250 Euro pro Anteil zukommen würde. In einer Satzung des Agrarhandels, die bis vor einigen Monaten galt, sei eine solche 'Nachschusspflicht' geregelt.

Die Mitglieder, die einer Erhöhung ihrer Geschäftsanteile um 500 Euro zustimmten, hätten damit ihren Beitrag geleistet, sagt Karg. Vorausgesetzt, diese Summe ist bereits eingezahlt.

Die 16 Filialen des Unternehmens sind derzeit geschlossen. Der Insolvenzverwalter will sie einzeln verkaufen. Die Tochterfirma AMW ist von der Insolvenz nicht betroffen. Deren Standort in Waltenhofen (Kreis Oberallgäu) wird weiterhin betrieben.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Memminger Zeitung vom 02.11.2016.

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