Schulen gut belüftet
Luftreinigungsgeräte: Nur Wenige Räume im Unterallgäu kommen dafür in Frage

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, werden viele Schulen mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet.
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  • Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl
  • hochgeladen von Svenja Moller

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, werden viele Schulen mit Luftreinigungsgeräten ausgestattet. An den Landkreisschulen kann darauf weitgehend verzichtet werden, wie Landrat Alex Eder im Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags informierte. Denn die Schulen haben bereits größtenteils sogenannte Raumlufttechnische Anlagen. "Damit können die hohen Anforderungen erfüllt werden." Zusätzliche Geräte sind hier nicht nötig.

Nur 22 Räume kommen für Ausstattung mit mobilen Luftreinigungsgeräten in Frage

Voraussichtlich kommen in den Landkreisschulen laut Eder lediglich 22 Räume für eine Ausstattung mit mobilen Luftreinigungsgeräten in Frage. Das habe ein Gutachten ermittelt, das die Verwaltung in Auftrag gegeben hat. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe man einen Sachverständigen eingeschaltet, der auch berät, welche der vielen am Markt verfügbaren Geräte hinsichtlich Luftdurchsatz, Geräuschpegel oder Folgekosten empfehlenswert sind, erläuterte der Landrat.

Die finale Version des Gutachtens sei allerdings noch nicht fertig. Diese soll aber bis zur Sitzung des fachlich zuständigen Schul-, Kultur- und Sportausschusses am 11. Oktober vorliegen und dem Gremium samt Umsetzungskonzept vorgestellt werden. Um keine Zeit zu verlieren, ermächtigte der Kreisausschuss die Verwaltung grundsätzlich dazu, Geräte zu beschaffen. Pro Gerät muss laut Kämmerei mit Kosten zwischen 3.500 und 4.500 Euro gerechnet werden. Die endgültige Entscheidung trifft dann der Schul-, Kultur- und Sportausschuss.

Noch einige Fragen offen

Der Landrat machte keinen Hehl daraus, dass die Beschaffung der Luftreiniger, für die der Freistaat ein Förderprogramm aufgelegt hat, ein komplexes Thema ist und sowohl fachlich als auch rechtlich noch einige Fragen offen sind. Dennoch habe ein möglichst reibungsloser Schulbetrieb höchste Priorität. Deshalb sei er froh, dass in den Landkreisschulen bereits geeignete Anlagen eingebaut sind. Landkreisschulen sind die Berufsschule Mindelheim mit ihren Außenstellen in Memmingen und Bad Wörishofen, die Technikerschule und das Sozialpädagogische Förderzentrum in Mindelheim sowie die Landwirtschaftsschulen in Mindelheim und Memmingen. Hier ist der Landkreis sogenannter Sachaufwandsträger, also direkt für den Unterhalt zuständig.

Darüber hinaus ist der Landkreis über Zweckverbände an den Schulzentren in Ottobeuren, Babenhausen und Bad Wörishofen sowie am Gymnasium in Türkheim beteiligt. Auch die Zweckverbandsschulen sind laut Eder nach den vor wenigen Jahren erfolgten Generalsanierungen auf dem neuesten Stand und mit entsprechenden Lüftungsanlagen versehen. Es handele sich nur noch um wenige Klassenzimmer, bei denen man über mobile Lüfter nachdenken müsse - um vier Klassenzimmer in Türkheim und sieben in Bad Wörishofen.

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