Überschreitung des Frühwarnwerts
Leiter des Unterallgäuer Gesundheitsamt: "Noch keine zweite Corona-Welle"

Desinfektionsmittel (Symbolbild).
  • Desinfektionsmittel (Symbolbild).
  • Foto: Kathrina Rudolph
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Der Landkreis Unterallgäu hat den sogenannten Corona-Signalwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner erneut überschritten. Momentan liege der Wert bei 36 Neuinfektionen, erläutert Dr. Ludwig Walters, Leiter des Unterallgäuer Gesundheitsamts. Bereits am Montag lag der Landkreis bei den Neuinfektionen über dem Corona-Frühwarnwert. Kurzzeitig galt im Landkreis daher Stufe 2 des sogenannten Rahmen-Hygieneplans. Das hatte das Landratsamt am Dienstag aber wieder zurückgenommen

"Wir sollten Maßnahmen nicht von einer einzelnen Zahl abhängig machen", begründete Landrat Alex Eder am Mittwoch bei einer Besprechung der Bürgermeister des Landkreises Unterallgäu. Stattdessen wolle man auf das Gesundheitsamt hören, ob die Lage unter Kontrolle ist. Das momentane Ausbruchsgeschehen sei klar lokal eingrenzbar, insbesondere auf eine Senioreneinrichtung im westlichen Landkreis.

Walters: Momentan noch keine zweite Welle

Noch wisse man nicht, welche Auswirkungen Corona auf den Menschen hat, meint Walters.  Zwar gebe es Symptome, doch würden über achtzig Prozent der Betroffenen von ihrer Corona-Infektion gar nichts bemerken - abgesehen von einem leichten Husten oder Schnupfen. Gleichzeitig gibt es auch Fälle, bei denen Corona lang andauernde Auswirkungen hat. So hätten beispielsweise Personen über mehrere Wochen oder einen noch längeren Zeitraum ihren Geruchs- und/oder Geschmackssinn verloren. 

Corona sei ein Virus der in Wellen verläuft, erklärt Walters weiter. Das jetzige Infektionsgeschehen stelle für ihn aber noch keine zweite Welle dar. Eine Zukunftsprognose wie sich die Corona-Situation weiter entwickelt, möchte Walters nicht abgeben. Allerdings gibt er zu bedenken: "Wenn das Virus die Bevölkerung nicht durchfleucht, erreichen wir auch keine Herdenimmunität." 

Kann ein Impfstoff die Pandemie stoppen

Momentan wird davon ausgegangen, dass Anfang 2021 ein Impfstoff gegen Corona zugelassen wird. Walters ist skeptisch, ob durch diesen Impfstoff die Pandemie gestoppt werden kann. Zum einen glaubt er nicht, dass sich genügend Leute impfen lassen und zum anderen gebe es Leute die trotz einer Corona-Infektion keine Immunität entwickelt hätten und sich zweimal mit dem Virus infiziert haben.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen