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Kettershauser Bürgermeisterin Gabriele Janowsky spricht von Hetzjagd

Energisch dementiert die Kettershauser Bürgermeisterin Gabriele Janowsky die Vorwürfe, das Engagement der örtlichen Feuerwehr durch ihr Nichterscheinen bei der Kommandantenwahl nicht zu würdigen und durch ihr Verhalten sogar die Wahlen gefährdet zu haben. 'Es ist falsch, dass ich unentschuldigt gefehlt habe', äußert sich die Rathauschefin in einer Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung.

Anfang März fand gleichzeitig mit der Versammlung der Feuerwehr Kettershausen auch die Jahresversammlung der Chorgemeinschaft Kettershausen-Bebenhausen samt Neuwahlen statt. Die Einladung der Chorgemeinschaft habe sie zuerst erhalten und ihr Kommen zugesichert.

'Die Einladung zur Feuerwehr kam erst später und ich erklärte dem Kommandanten, dass ich wegen der bereits zugesagten Versammlung zur Chorgemeinschaft nicht daran teilnehmen kann', so Janowsky. Ihre Entschuldigung sei von der Feuerwehr mit der Bemerkung, dass der Zweite Bürgermeister Clemens Winter als Mitglied der Feuerwehr sowieso bei der Versammlung anwesend sei, ohne Kritik aufgenommen worden. Winter habe sie anschließend die Einladung der Feuerwehr per Gemeindediener zugesandt, mit der Annahme, dass dieser als ihr Vertreter fungiert.

Ohne Grußwort

Winter habe dann auch die Wahlen geleitet. Ein Grußwort sei von ihm allerdings nicht gesprochen worden. 'Obwohl ich meine Pflichten und Aufgaben normalerweise lieber selber erledige und gerne auch auf jeder Versammlung selbst anwesend wäre, ist es mir bei der Vielzahl der Vereine im Ort nicht möglich', so die Bürgermeisterin.

Das Engagement der Feuerwehr verkenne sie keinesfalls. Mit insgesamt fünf Feuerwehren sei die Gemeinde Kettershausen sehr gut aufgestellt. 'Der Feuerwehr gebührt Ehre, das ist vollkommen richtig, und ich bin dankbar für ihren Einsatz', so Janowsky.

Zuverlässig erschienen

'Ich bin zuverlässig bei der zugesagten Versammlung der Chorgemeinschaft erschienen – das war mein Fehler', meint Janowsky nun gut drei Monate später. Denn jüngst in einer Gemeinderatssitzung hatte Alexander Walter sie zu einer Stellungnahme aufgefordert. Unter dem letzten Tagesordnungspunkt 'Sonstiges' hatte sich ein Streit entfacht und die Bürgermeisterin hatte die öffentliche Sitzung beendet.

'Es war für mich nichts anderes als eine Hetzjagd, die in einer Gemeinderatssitzung nichts verloren hat', erklärt Janowsky in ihrer Stellungnahme. In den Gemeinderatssitzungen in Kettershausen sollten sich die Räte ihrer Meinung nach endlich wieder mit dem befassen, wofür diese Zusammenkünfte da seien.

'Wir haben zu viel zu tun, um uns gegenseitig mit unfairen Vorwürfen zu belasten', betont sie. Diese Energie, die hier verschwendet werde, sollte in konstruktive Arbeit umgewandelt werden – das würde viel bewirken.

Dennoch entschuldigte sich die Bürgermeisterin bei der Feuerwehr für ihr Nichterscheinen. 'Hätte ich vor drei Monaten gewusst, welchen Wirbel meine Zuverlässigkeit gegenüber der Zusage für die Chorgemeinschaft anrichten kann, so wäre ich dieser untreu geworden – zum Wohle unserer Feuerwehr', schreibt sie.

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