Projekt
Hochwasserschutz: Planung wird neu überdacht

Groß war das Interesse der Sontheimer und Attenhauser Bürger bei der letzten Sitzung des Gemeinderats in diesem Jahr. Auf der Tagesordnung standen Informationen zum Hochwasserschutzprojekt Günz und über das Schutzprojekt für Attenhausen. Dazu berichtete Bürgermeister German Fries, dass Mitte Januar zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten eine Unterrichtung der Gemeinderäte der sieben Anliegergemeinden Markt Rettenbach, Ottobeuren, Hawangen, Westerheim, Sontheim, Erkheim und Deisenhausen in Westerheim stattfinden wird. Bereits im Vorfeld dazu hätten sich die jeweiligen Bürgermeister der Gemeinden im Landratsamt zu einer Aussprache getroffen.

Einen breiten Raum nahm auch der Hochwasserschutz in Attenhausen ein. Dabei ging es um die Umwandlung des Altverfahrens in ein «Integrales Konzept». Laut Bürgermeister Fries können der Sodenbach und der Weihergraben nicht in das Schutzprojekt Günz aufgenommen werden, da es sich um Gewässer III. Ordnung handle, also kleiner Gewässer, für deren Unterhalt die Kommune zuständig ist. Das Wasserwirtschaftsamt Kempten habe mehrfach betont, dass die Bezuschussung stark an formale Bedingungen geknüpft sei. Bei nicht eingehaltenen Vorschriften könne es bis zum Verlust der Förderungen kommen.

Die gesamte Planung für ein hochwasserfreies Attenhausen muss nun neu überdacht werden. Wie berichtet war vorgesehen, zwei Rückhaltebecken zu bauen, davon eines am Sodenbach mit 500000 Kubikmetern und ein weiteres am Weihergraben mit 150000 Kubikmetern Einstaumenge. Die bisherigen Grundstücksverhandlungen sind laut Fries nicht optimal verlaufen. Nun müsse nach Alternativen Ausschau gehalten werden. Außerdem muss noch ein Gewässerentwicklungskonzept für alle Gewässer III. Ordnung in der Gemeinde erstellt werden.

Derzeit betrage die Förderung durch den Freistaat Bayern 65 Prozent der Kosten einschließlich Planung. Wenn das Projekt als Altverfahren weitergeführt würde, könnte der Zuschuss auf 45 Prozent sinken, gab Fries zu bedenken. Die Planungskosten würden in diesem Fall nicht bezuschusst. Auch ein innerörtlicher Ausbau sei noch in Erwägung zu ziehen.

Kasse übernommen

Die Zweckvereinbarung mit dem Zweckverband «Industrie- und Gewerbepark A 96» wurde von Verwaltungsoberamtsrat Herbert Ernst vorgestellt. Die Verwaltungsarbeiten und Kassengeschäfte übernimmt demnach die Gemeinde Sontheim. Die jährliche Entschädigung dafür belaufe sich auf 5000 Euro und könne je nach Arbeitsanfall erhöht oder gesenkt werden.

Abschließend blickte Bürgermeister Fries auf das Jahr zurück. Er griff einige Höhepunkte heraus wie den Abschluss des Schulhausumbaus und die Eröffnung des Nordic-Walking-Parcours.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen