Ehrung
Günter Niesner erhält Bundesverdienstkreuz

Mehr als vier Jahrzehnte lang hat sich Günter Niesner für die Belange der Behinderten im Unterallgäu eingesetzt und vehement ihre Interessen vertreten. Man kennt ihn als 'Vorkämpfer' für Integration und Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden und Bahnhöfen. Die Verdienste von Niesner um das Gemeinwohl und sein unermüdlicher Einsatz für Menschen mit Handicap wurden jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande belohnt. Die Ordensverleihung fand im Sommerrefektorium des Kreuzklosters in Mindelheim statt.

Die Schar der Ehrengäste, unter ihnen Generaloberin Rita Brüchle, Stadtpfarrer Andreas Straub, Landrat Hans-Joachim Weirather, Bürgermeister Dr. Stephan Winter, Altlandrat Hermann Haisch und Altbürgermeister Erich Meier, machte deutlich, welch’ hohe Wertschätzung Günter Niesner genießt. 'Er hat diese Auszeichnung mehr als verdient', war man sich einig.

Orden angesteckt

Diese Meinung klang auch in der Laudatio von Franz Josef Pschierer an, der Niesner den vom Bundespräsidenten verliehenen Orden ansteckte.

Der Finanzstaatssekretär würdigte vor allem Niesners 'soziale Ader' und sein, wie er sagte, 'vorbildliches ehrenamtliches Engagement'. Im Rollstuhl sitzend habe Niesner immer mit einem freundlichen Lächeln seine Meinung gesagt, wenn es sein musste, aber auch in Gesprächen mit Kommunalpolitikern den 'Allgäuer Sturschädel' herausgekehrt und Tacheles geredet, so Pschierer.

Stellvertretend für die vielen Aktivitäten griff der CSU-Politiker Niesners Amt als Vorsitzender der Behinderten-Kontaktgruppe Mindelheim-Bad Wörishofen besonders heraus. Diesen heute mehr als 220 Mitglieder zählenden Verein hat der Geehrte mitbegründet und war von 1987 bis 2009 sein 'Motor und Frontmann'.

Niesner habe es verstanden, so der Staatssekretär, zu zahlreichen Organisationen, Gruppen, Verbänden und Behörden gute Kontakte zu knüpfen. Zudem habe er im Jahr 2004 den Aktionstag 'Behindert – na und' ins Leben gerufen. In Fragen des barrierefreien Bauens sei er für Betroffene, Planer und Behörden ein kompetenter Ansprechpartner.

Die Liste seiner Leistungen, so Pschierer, wäre unvollständig, bliebe unerwähnt, dass der Geehrte auch jährlich Ausflüge und Kurzreisen sowie behindertengerechte Freizeitmaßnahmen organisiert hat.

Von so viel Lob 'überschüttet', dankte Niesner sichtlich gerührt: 'Ich habe nie mit einer so hohen Auszeichnung gerechnet, sie gibt mir aber Genugtuung für meine Arbeit und auch die Gewissheit, dass nichts umsonst war.' (iss)

Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer (links) verlieh Günter Niesner (rechts) im Auftrag des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande. Foto: Issinger

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