Gesprächsabend
Generationenhaus und Betreutes Wohnen

Bei einem Gesprächsabend im Rahmen der Glaubenstage in Markt Rettenbach wurden die anwesenden Bürger gebeten, einen Fragebogen über soziale Belange in der Einheitsgemeinde auszufüllen (wir berichteten). Nun stellten Marktgemeinde, Pfarrei und der ökumenische Verein «Soziale Gemeinden im Unterallgäu» die Ergebnisse vor. 46 Bürger hatten den Fragebogen ausgefüllt. Dr. Lothar Zettler berichtete von der Auswertung.

Senioren, Familien und Jugend sowie das Ehrenamt kristallisierten sich schnell als Hauptthemen heraus. Großen Handlungsbedarf erkannten die Befragten vor allem angesichts der Thesen, dass sich die Bevölkerungsstruktur ändert und mehr Alleinstehende, alte Menschen, Singles und Alleinerziehende in den Dörfern leben werden. Dazu kamen Vorschläge wie die Schaffung eines Generationenhauses oder ein Betreutes Wohnen. Bürgermeister Alfons Weber sagte: «Das Seniorenthema beschäftigt mich unheimlich. Ich stelle mir eine Seniorenwohngemeinschaft vor, in die ältere Menschen einziehen und jeweils einen kleinen privaten Wohnraum und große Gemeinschaftsräume haben.» Eine Vielzahl von Anregungen wurde zum Thema «Jugend im Dorf» aufgeschrieben. Die Teilnehmer bedauerten, dass keine Jugendlichen anwesend waren.

Alfons Bauer ist besorgt, weil sich viele junge Menschen in Bauwagen treffen würden. Weber entgegnete, dass es wichtig sei, mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen und diesen Verantwortung zu übertragen.

«Nicht nur liturgischen Auftrag»

Zur Frage nach dem kirchlichen Leben im Raum Markt Rettenbach reichten die Antworten von «es muss sich nichts ändern» bis «die Kirche soll sich den veränderten gesellschaftlichen Strukturen anpassen». Pfarrer Hermann Neuß erklärte, es sei schwierig, wenn eine kleine Gruppe, die in der Kirche engagiert ist, auch im sozialen Bereich «für die vielen Unbeteiligten» arbeiten soll. Dem stellte Gudrun Schraml entgegen: «Wir haben nicht nur einen liturgischen Auftrag. Ich sehe es als ein Gebot, dass wir uns als Kirche aktiv im sozialen Bereich mit engagieren.

» Als ein Problem der nahen Zukunft im sozialen Bereich sah Bürgermeister Weber den Wegfall der Zivildienststellen. Vieles im sozialen Bereich werde nicht mehr bezahlbar oder es müsse auf mehr Freiwilligkeit gesetzt werden.

Der Rathauschef betonte, dass er die Anregungen gerne weiterverfolgen werde.

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