Energie
Gemeinde Erkheim will Solarpark bauen

Der Erkheimer Marktgemeinderat will künftig in Eigenregie regenerativen Strom erzeugen. Dazu hat die Rätegemeinschaft in einem ersten Schritt dem Vorentwurf für den Bebauungsplan «Nördlich und südlich der A96», dem darin enthaltenen Sondergebiet für Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) sowie der Änderung des Flächennutzungsplans mehrheitlich zugestimmt. Auf zwei Teilflächen mit einer Größe von 2,4 beziehungsweise 2,7 Hektar soll ein gemeindlicher Solarpark entstehen.

Zu Beginn der Sitzung erläuterte Architekt Peter Kern die Stellungnahmen aus der frühzeitigen Bürgerbeteiligung. Daraus resultiert die Anregung, dass man ortsansässige Firmen an der Ausschreibung beteiligen sollte. Bürgermeister Dr. Peter Wassermann sagte, dass die Teilnahme örtlicher Firmen erwünscht ist. Laut Architekt Kern könnten sich die heimischen Betriebe zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenschließen und sich so an der Ausschreibung beteiligen. Allerdings sei es sinnvoll, von allen teilnehmenden Firmen entsprechende Referenzen anzufordern.

Aus den Stellungnahmen ging auch die Anregung hervor, dass die Bürger die Möglichkeit zur Beteiligung an dem Solarpark bekommen sollten. Bürgermeister Wassermann machte deutlich, dass kein Bürgermodell geplant sei. Es handelt sich demnach um eine rein gemeindliche PV-Anlage.

Ratsmitglied Dieter Kellnhofer fügte an, dass der Erlös in den allgemeinen Haushalt der Gemeinde einfließen soll und so bei der Finanzierung von gemeindlichen Projekten wieder der Allgemeinheit zugute kommen werde.

Restfläche nachrüsten

Der Planer machte deutlich, dass die Gemeinde zunächst eine Einspeisevergütung (Vergütung des Solarstroms) für einen 110 Meter breiten Streifen entlang der Autobahn erhalten werde. Das Gebiet selbst werde allerdings größer angelegt. Falls die Regelung geändert werden sollte, könnte zu einem späteren Zeitpunkt auch diese Restfläche mit Solarmodulen nachgerüstet werden, so Kern.

Das Baurecht wird nach Beendigung der PV-Nutzung oder spätestens nach 30 Jahren erlöschen. Zweiter Bürgermeister Richard Hack fügte an, dass die Gemeinde nicht der Besitzer der Flächen ist und kein dauerhaftes Baurecht schaffen wolle. Wie auf der Sitzung deutlich wurde, ist eine Verlängerung der Nutzungsdauer durch eine spätere Anpassung des Bebauungsplans noch möglich. Letztlich soll der Solarpark aber wieder rückgebaut werden.

<< Davon war nicht die Rede >>, sagte Hack mit Blick darauf, dass für die Nachnutzung nur noch extensive Bewirtschaftung zugelassen sein soll. Schließlich befürworteten die Ratsmitglieder eine anschließende intensive landwirtschaftliche Nutzung. Die Hecken, die zur Eingrünung des Solarparks dienen werden, sollten allerdings erhalten bleiben.

Zwei Megawatt Leistung

Nach Möglichkeit soll der Solarpark, der eine Leistung von rund zwei Megawatt haben wird, noch in diesem Jahr gebaut werden und ans Netz gehen.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen