Gefahr
Eichenprozessionspinner auch im Allgäu angekommen

Raupe des Eichenprozessionsspinners. Bildlizenz: 
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Der Eichenprozessionsspinner ist nun auch im Allgäu angekommen. Betroffen sind derzeit allerdings nur Teile des nördlichen Unterallgäus. Das dortige Landratsamt geht allerdings davon aus, dass sich die Tiere künftig weiter ausbreiten werden. 

Gefährlich nur als Raupe

Der Eichenprozessionsspinner ist eigentlich eine völlig harmlose Schmetterlingsart, die allerdings im Raupenstadium schwere gesundheitliche Komplikationen auslösen kann. Schuld daran sind die sogenannten Brennhaare der Tierchen, die heftige allergische Reaktionen auslösen können. Besonders groß ist die Gefahr während der Raupenzeit der Eichenprozessionsspinner. Diese dauert in der Regel von Mai bis Juli. 

Gefahr bleibt ganzjährig bestehen

Leider besteht auch nach der Verpuppung der Raupen eine gewisse Gefahr. Der Grund: Die Gespinste der Tiere an Eichenstämmen und -ästen verbleiben am Stamm und die Haare bleiben über mehrere Jahre hinweg giftig - sogar dann, wenn es nicht direkt zum Hautkontakt kommt. Besonders bei Wind werden die Haare durch die Luft verteilt und können so sogar eingeatmet werden.

Welche Symptome treten bei Kontakt auf?

In vielen Fällen kommt es nicht zu schwereren gesundheitlichen Auswirkungen. Häufig bleibt es nach einem Kontakt mit den Brennhaaren bei Hautreizungen, Juckreiz oder starkem Brennen auf der Haut. Reizungen im Mundraum und der Nasenschleimhäute kommen ebenfalls häufig vor. Das Einatmen der Haare kann allerdings auch eine Bronchitis oder sogar Asthma hervorrufen. Ebenfalls regelmäßig treten klassische allergische Reaktionen auf. Dazu gehört z.B. Müdigkeit, Schwindel oder eine Bindehautentzündung. Ein allergischer Schock dagegen ist nach dem Kontakt nur verhältnismäßig selten.

Wo kommt die Raupe vor?

Wie der Name des Eichenprozessionsspinners schon aussagt: Die Tiere kommen als Raupen nur an Eichen vor. Am häufigsten betroffen sind allein stehende Bäume bzw. Eichen an Waldrändern. Das Entfernen der Gespinste sollten betroffene Garten- bzw. Waldbesitzer allerdings nicht selbst durchführen. Hier - so der Rat des Landratsamtes Unterallgäu - sollten Fachfirmen beauftragt werden.

Autor:

David Yeow aus Kempten

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