Kirche
Drei Schwestern vom Heiligen Kreuz feiern in Mussenhausen Ordensjubiläum

Vor 50 Jahren traten die Schwestern Lucia und Adeltrudis in den Missionsorden vom Heiligen Kreuz in Altötting ein, vor 40 Jahren Schwester Maria Crucis. Seit Jahrzehnten leben sie im Marienheim Mussenhausen, das früher ein Krankenhaus, dann eine Entbindungsstation war und heute ein Seniorenheim ist. Nun wurde ihr Ordensjubiläum in der Wallfahrtskirche 'Maria vom Berge Karmel' Mussenhausen gefeiert. Der Kirchenchor umrahmte den Festakt. Mit einem Stehempfang im Marienheim fand die Feier ihre Fortsetzung.

Festprediger Pfarrer Hermann Neuß erinnerte daran, dass die Schwestern ihre erste Liebe leben würden. Als junge Frauen hätten sie ihr 'Ja zum Dienst vor Gott und den Menschen' gegeben. Aus der Gottesliebe würden sie immer wieder Kraft gewinnen.

Wie Gott jedem Menschen helfe, würden auch sie für die Menschen da sein. Geprägt sei das Marienheim durch ihre Präsenz. Die Orden hätten weiterhin die Aufgabe, 'Leuchtzeichen' des Glaubens zu setzen. Ein wenig traurig zeigte sich Pfarrer Neuß, da Schwester Lucia in wenigen Wochen zum Mutterhaus nach Altötting zurückkehren wird.

An ihre Stelle wird Schwester Helen Penzkofer als Oberin nach Mussenhausen kommen.

'Gott ist es wohl wert, ihn ein Leben lang zu suchen', sagte Zweiter Bürgermeister Heinz Buchmann zum Jubiläum der Schwestern. Mit Geschenken bedankte sich Buchmann und verabschiedete sich zugleich von Schwester Lucia.

Als Hausoberin habe sie sich im Marienheim für das Wohl der Senioren eingesetzt und maßgeblich den Weg zum Neubau mitgestaltet. Ebenso bedankten sich Angehörige der Pfarrei und des Marienheims bei den Jubilarinnen.

Schon als Kind spürte Schwester Maria Crucis den Ruf Gottes. Bis heute sei sie beglückt, 'den Weg ihrer ersten Liebe' gegangen zu sein. Sie wirkt im Bereich Hauswirtschaft für die Senioren.

'Komm und folge mir nach' sei das Motto für Schwester Adeltrudis geworden. Mit 15 Jahren ist sie in den Orden eingetreten. Mit 21 Jahren habe sie 'Ja' zu dem Weg mit Gott gesagt. Die gelernte Schneiderin finde immer wieder Zeit, ihr Können zu zeigen, sei aber großteils für die Wäsche und Sakristei verantwortlich.

Politische Unruhen

Weil in Chile vor 50 Jahren politische Unruhen herrschten, konnte Schwester Lucia nicht in die Mission gehen. Dafür kam sie nach Mussenhausen.

Mit 17 Jahren spürte sie als Jugendliche ihre Berufung, der sie zwei Jahre später folgte. Als Krankenschwester habe sie von 1962 bis 1992 in der Entbindungsstation gewirkt. Ab 1996 sei sie Hausoberin gewesen. Nun werde sie in Altötting für die betagten Schwestern da sein.

Wie Mussenhausen ihr ans Herz gewachsen ist und sie dem Dorf, zeigten die vielen Abschiedsgrüße bei der Professfeier.

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