Projekt
Dirigent Klaus Weiß stellt Konzept für Babenhausen vor

'Es gilt die Kinder für die Musik nicht zu überreden, sondern zu begeistern', mit diesen Worten warb Klaus Weiß, Dirigent der Babenhauser Musikkapelle, im Marktrat Babenhausen für die Schaffung einer professionellen Musikschule im Fuggermarkt.

Unterstützung erhielt er dabei durch Wolfgang Greth, Leiter der Beratungsstelle "Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen". Der setzte auf einen "kontinuierlichen Unterricht mit Fachkräften", um eine "Qualitätskontrolle garantieren zu können".

Weiß machte außerdem auf die große Musiktradition im Fuggermarkt aufmerksam, ausgehend vom Hause Fugger bis hin zur Musikerfamilie Jochum, von den Musikkapellen bis zur Liedertafel. Auch er forderte Musiklehrer mit hoher Qualifikation, sei dies doch für die musikalische Entwicklung der Kinder von größter Bedeutung.

Greth wünschte sich statt einer Versammlung von Privatlehrern eine öffentlich getragene und geförderte Bildungseinrichtung mit studierten Fachkräften, also eine Musikschule 'eingebunden in das Unterrichts- und Erziehungsgesetz'.

Ausdrücklich machte er darauf aufmerksam, dass sich die Höhe der staatlichen Zuschüsse am Rahmen der kommunalen Förderung orientiere. Auch wenn es unterschiedliche Finanzierungsmodelle für eine Musikschule gebe, so sei es stets unerlässlich, die Kommune stark mit einzubeziehen.

Lebhafte Diskussion

In der sich anschließenden lebhaften Diskussion erschienen Markträtin Karin Lepschy die vorgestellten Elternbeteiligungskosten zu hoch. Dazu führte Greth aus, dass neben den reinen Ausbilderkosten auch die Sozialabgaben, die Ensembleausgaben und ein Verwaltungsaufwand anfallen.

Auf Karin Stecks Wunsch nach Vergleichsmöglichkeiten stellte Greth fest, dass der Umgriff rund 400 Schüler umfassen sollte, wobei eine professionell geführte Musikschulen auch in Orten mit 5000 bis 10 000 Einwohnern möglich wäre. Dazu bräuchte man aber am Anfang 'die besten Lehrkräfte'.

Die Steck-Forderung, ein Konzept auf VG-Ebene zu erstellen, sei sicherlich die beste Variante, bestätigte Bürgermeister Otto Göppel. Allerdings wolle er nicht verhehlen, dass es im Bürgermeistergremium nicht einfach sei, diesbezüglich 'alle unter einen Hut zu bringen'.

Talente frühzeitig fördern

Für Barbara Kreuzpointner wäre es schön, wenn man eine derart strukturierte Musikschule realisieren könnte. Schließlich würde auch der Sport im Fuggermarkt 'sehr gut gefördert'. Es gelte auch die musikalischen Talente 'frühzeitig zu fördern und zu pflegen'.

Göppel führte aus, dass das Konzept langfristig angelegt sein müsse. Da aber offensichtlich noch ein großer Beratungs- und Entscheidungsbedarf bestehe, werde das Projekt Musikschule an die Fraktionen zu eingehenden Beratungen überwiesen und eine endgültige Entscheidung vertagt.

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