Brauchtum
Der Maibaumwettbewerb der Memminger Zeitung geht in die 42. Runde

Es gibt Moden, die halten meist nur kurze Zeit, um dann für immer in der Versenkung zu verschwinden. Und es gibt Konstanten, die über viele Jahre nichts von ihrer Attraktivität einbüßen. Eine solche feste Größe im Leben der Menschen in unserer Region ist der große Maibaumwettbewerb, den es heuer bereits zum 42. Mal gibt.

Alljährlich nehmen rund 130 Vereine an dem Wettbewerb teil, den Memminger und Mindelheimer Zeitung zusammen mit der Memminger Brauerei ausrichten.

In den Räumen der Brauerei kam die Jury aus bekannten Persönlichkeiten aus Memmingen und dem Landkreis zu einem Organisationstreffen zusammen. Mit dabei waren zwei, die diesen Brauchtumswettstreit seit 1978 ohne Unterbrechung als Jurymitglieder unterstützen: Altlandrat Hermann Haisch aus Mindelheim und der frühere Landtagsabgeordnete aus Erkheim, Georg Fickler.

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An die Anfänge des Wettbewerbs erinnerte der Leiter der Memminger Lokalredaktion, Helmut Kustermann. Damals hatte die Jury besonders auf die Höhe eines Maibaumes Wert gelegt mit der Folge, dass die Bäume in den Dörfern mächtig in die Höhe schossen. Das ist längst vorbei. Heute geht es vor allem um den Gesamteindruck eines Baumes. Wie ist er gestaltet, wie sieht der Wipfel aus? Das Interesse sei gleichbleibend hoch. "Das ist für alle Beteiligte ein toller Start in den Frühling", sagte Kustermann.

Die Idee des Wettbewerbs war von Anfang an, das schöne Brauchtum in Memmingen und dem Unterallgäu zu fördern. Dazu zählt auch das Dorfleben. Es reicht nicht, wenn Vereine einen wunderschönen Maibaum gestalten und aufstellen. Ganz oben landet nur, wer auch ein zünftiges Maibaumfest organisiert.

Wie stilbildend der Wettbewerb längst wirkt, betonte Hermann Haisch. An den Maibäumen könne man schon erkennen, wo unsere Region endet. Nirgendwo seien so schöne Bäume anzutreffen.

Wie in den Vorjahren auch soll es wieder eine eigene Kategorie für Kindergärten geben. Schließlich soll mit dem Wettbewerb auch bei den Jüngsten schon die Begeisterung für das Brauchtum geweckt werden. Immerhin zwölf Kindergruppen hatten im Vorjahr mitgemacht und sich redlich als Preise ihre Limorationen verdient. Für die Vereine gibt es traditionell Bier von der Memminger Brauerei und Urkunden. Die Preisverleihung findet wie immer im Rahmen des Erkheimer Volksfestes im Juli statt.

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Organisiert wird der Wettbewerb von Edmund Mikusch aus Erkheim. Er bittet alle Vereine, ihre Anmeldung bis spätestens 26. April einzureichen Die Jury wird am 2. Mai übers Land fahren und die Maibäume bewerten. Besonders schön wäre es, wenn Vertreter der Vereine vor Ort dabei sein könnten.

Memmingens Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger würdigte den Wettbewerb als wichtigen Beitrag zur Kulturpflege. Und Landrat Hans-Joachim Weirather sagte, er befördere die wunderbare Kultur unserer Region.

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