Landratswahl
CSU will sich bei Suche nach Kandidaten Zeit lassen

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Das Datum steht und damit ist indirekt der Startschuss für den Landratswahlkampf im Unterallgäu gefallen. Am 22. April kommenden Jahres wird der Kreischef neu gewählt - deutlich früher als bislang erwartet. Gewiss ist derzeit nur eines: Amtsinhaber Hans-Joachim Weirather wird für die Freien Wähler ein zweites Mal ins Rennen gehen. Und sicher ist auch: Die CSU wird mit einem eigenen Kandidaten versuchen, die Scharte von 2006 wieder auszuwetzen, als ihr Kandidat Klaus Holetschek gegen den Polit-Neuling Weirather verlor.

An diesem Freitag, 4. Februar, wird sich der CSU-Kreisvorstand in Mindelheim treffen. Der Kreisvorsitzende Klaus Holetschek bemüht sich derweil darum, den Ball flach zu halten. «Ganz unaufgeregt» wolle die engere Kreisvorstandschaft beraten, welches Anforderungsprofil der Kandidat oder die Kandidatin der CSU haben soll. Auch soll es um die Strategie gehen, wie das Ziel eines erfolgreichen Machtwechsels erreicht werden kann.

Die entscheidende Frage, wer für die CSU ins Rennen gehen wird, bleibt wohl in nächster Zeit unbeantwortet. «Das sind alles Spekulationen», wiegelt Holetschek ab. Ob er selbst noch einmal gegen Weirather antreten wird, ließ der Bürgermeister von Bad Wörishofen offen.

Auch andere Namen fallen immer wieder. An erster Stelle wird Alfons Weber, Bezirkstagsvizepräsident und Bürgermeister von Markt Rettenbach genannt. Auf Nachfrage der MZ sagte er gestern, der Kandidat werde allein von der CSU nominiert. Er wolle öffentlich keine Stellung zu Personalspekulationen nehmen.

Bereits abgewunken hat Mindelheims Bürgermeister Dr. Stephan Winter. Am 22. April 2012 stehe er nicht zur Verfügung. Auch der Name von Ettringens Bürgermeister Robert Sturm fällt immer wieder. Klaus Holetschek sieht keinen Grund zur Eile. Er stellt sich eine Nominierung im Herbst vor. Sollte sich die Partei aber für einen Kandidaten von außen entscheiden, «dann bräuchten wir einen längeren Vorlauf». Schließlich müsste sich dieser bei den Wählern erst bekannt machen. Holetschek hält es auch nicht für ausgeschlossen, mit einer Kandidatin in die Wahl zu gehen.

Namentlich nannte er Christine Vogginger und Marita Zinnecker, die er für geeignet halte.

Die Freien Wähler können sich eine solche Kandidatensuche sparen. Fraktionschef Alfons Biber sagte, er sei optimistisch, dass der Landrat auch nach dem 1. August 2012, zu Beginn der neuen Amtszeit, Hans-Joachim Weirather heiße. Der Landrat sei in der Bevölkerung angesehen.

Unter die Räder gekommen

Noch kein Thema war die Landratswahl bisher bei der SPD. Der Fraktionschef im Kreistag, Helmut Koch, erklärte, es sei nicht einmal sicher, ob die Sozialdemokraten mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen gehen werden. Die Wahl 2006 habe gezeigt, dass sich zwei Blöcke gegenüber gestanden seien. Die anderen kämen da unter die Räder, so Koch. (jsto)

 

Klaus Holetschek

 

Alfons Biber

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