Verbandsversammlung
CSU-Kreisräte wollen Raum in Babenhausen für Kirche, Kultur, Vereine und Kommunen öffnen

Kreisräte der CSU haben in der jüngsten Schulverbandsversammlung in Babenhausen beantragt, dass die Schulaula auch für außerschulische Zwecke genutzt werden darf. Es stehe kein anderer Mehrzweckraum in vergleichbarer Größe oder Ausstattung im Ort zur Verfügung, begründeten Franz Mutzel, Susanne Ehrmann und Karl Brandner.

Deshalb sollte der Zweckverband Realschule Babenhausen gestatten, dass in der neuen Mehrzweckhalle kirchliche, kulturelle oder kommunale Veranstaltungen durchgeführt werden. Vereinen sollte die Nutzung der Halle bei Bedarf auf Antrag ebenfalls gestattet werden. Eine private Nutzung solle aber größtenteils ausgeschlossen werden.

Letztendlich waren sich alle Schulverbandsmitglieder darüber einig, dass die angesprochenen Anregungen in den Satzungsentwurf eingearbeitet werden müssen. Dieser soll in der nächsten Sitzung von Zweckverband Realschule und Schulverband Mittelschule vorgelegt werden.

Keine Beeinträchtigung

Die Kreisräte baten in ihrem Schreiben, einen Vertrag zwischen dem Schulträger und der Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen auszuarbeiten, 'in dem die Bedingungen für die außerschulische Nutzung festgelegt' werden. Dieser Vertrag solle zudem gewährleisten, dass die schulische Nutzung Vorrang hat und der Schulbetrieb nicht beeinträchtigt werden darf.

Hierzu präsentierte die Verwaltung in der gemeinsamen Versammlung der Schulverbände eine 'Benutzungsordnung für die Aula der Mittel- und Realschule Babenhausen'.

Darin werden unter anderem das Antragsverfahren, die Haftung und der Ko-stenersatz samt Kaution geregelt. Das Problem bei der Schulverbandssitzung war aber, dass deren Mitglieder das Papier relativ kurzfristig zugestellt worden war und die beiden Schulleiter dieses vorher überhaupt nicht zu Gesicht bekommen hatten. So mussten diese bei der Frage nach deren Meinung zu dem geplanten Vertragswerk passen.

Realschuldirektor Martin Rister wollte wissen, wie man rechtsradikalen Gruppierungen die Nutzung verbieten könne. Offen war zudem die Frage nach der Rolle des Hausmeist-ers für den Veranstaltungsraum. Für den Vorsitzenden des Zweckverbandes Realschule, Landrat Hans-Joachim Weirather, beinhaltet die geplante Nutzungsverordnung 'ausreichende und eindeutige Regelungen'.

Er machte zudem darauf aufmerksam, dass 'die tollen Räume mit öffentlichen Geldern hergestellt' wurden.

Franz Mutzel fragte, ob es eine Art 'Einheimischenmodell' geben soll. Außerdem bezweifelte er, dass die Zahl der Toiletten ausreiche. Dies sah auch Eggs Bürgermeister Franz Morath so.

Michael Ehrentreich, Bürgermeister von Boos, drängte ebenfalls auf eine 'saubere Regelung', zumal bei außerschulischer Nutzung auf keinen Fall Kosten auf die Schulverbände zukommen dürften. Weirather sprach sich dafür aus, dass die Endreinigung nach Veranstaltungen von einer Fachfirma vorgenommen werde, wodurch dann 'der Hausmeister außen vor' bliebe. Die Rechnung dafür müssten die Veranstalter begleichen.

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