Unterallgäu
Asbest richtig entsorgen - Landratsamt Unterallgäu informiert

Das Haus wird energetisch saniert, die alten Fassadenverkleidungen müssen runter. Auch der Stadel wird neu eingedeckt, doch wohin nun mit den alten Asbestzementplatten? Auf keinen Fall dürften asbesthaltige Platten als Abdeckung für den Brennholzstapel verwendet oder einfach irgendwo auf dem Grundstück gestapelt werden. Was viele nämlich leider nicht wissen: Damit macht man sich strafbar.

Was viele nämlich leider nicht wüssten: Damit würde man sich strafbar machen. Richtig entsorgt werden asbesthaltige Materialien aus Privathaushalten über die Umladestation in Breitenbrunn.

In letzter Zeit seien dem Landratsamt vermehrt Fälle gemeldet worden, in denen asbesthaltige Platten wiederverwendet oder aber auf dem eigenen Grundstück, aber auch in der freien Natur zwischen- oder abgelagert worden, so Seitel.

'Dabei ist selbst das Zwischenlagern asbesthaltiger Materialien, wenn man zum Beispiel einen Stadel neu eingedeckt hat, gesetzlich verboten. Es ist deshalb wichtig, dass man sämtliche asbesthaltige Materialien sofort entsorgt. Alles andere ist nicht erlaubt', erklärt der Fachmann für Abfallrecht.

Dabei handele es sich um ein so genanntes 'Wiederverwendungsverbot'. Wer sich nicht daran hält, dem müsse bewusst sein, dass er sich auf diese Weise strafbar macht, weil Polizei oder Landratsamt dazu verpflichtet seien, alle derartigen Fälle an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten.

Ein Strafverfahren müsse jedoch nicht sein, wie Abfallwirtschaftsberaterin Antonie Maisterl betont: 'Im Unterallgäu kann man als Privatperson asbesthaltige Materialien über die Umladestation in Breitenbrunn entsorgen.' Die Anlieferung koste derzeit 140 Euro je Tonne. Wichtig sei dabei, alle asbesthaltigen Materialien immer mit größter Sorgfalt zu behandeln, weil diese - sobald sie beschädigt werden - eine Gefahr für die Gesundheit sein können.

Deshalb müsse man sie nach der Demontage auch in so genannte Big-Bags, also spezielle reißfeste und staubdichte Kunststoffgewebesäcke, verpacken, so Maisterl. Big-Bags erhalte man bei der Umladestation, bei Entsorgungsunternehmen, Baufirmen oder Dachdeckerfirmen. Am einfachsten sei es, gleich eine Fachfirma mit der Demontage und Entsorgung der asbesthaltigen Materialien zu beauftragen.

Info: Alles über die richtige Entsorgung asbesthaltiger Materialien findet man im Internet unter www.unterallgaeu.de/abfall. Zudem hat die Abfallwirtschaftsberatung ein eigenes Faltblatt erstellt, das man im Landratsamt, bei den Gemeinden oder auf den Wertstoffhöfen erhält. Sie berät auch kostenlos unter Telefon (08261) 995-367 oder -467.

Asbest

Asbest ist die Bezeichnung für eine Gruppe natürlich vorkommender, feinfaseriger Minerale. Bis Ende der 80er Jahre wurde Asbest wegen seiner technisch hervorragenden Eigenschaften in vielen Produkten verwendet, unter anderem zur Isolation, als Füll-, Dämm- und Dichtmaterial, zum Feuerschutz und insbesondere zur Herstellung von Asbestzement.

Diesen findet man zum Beispiel in Wellzement- oder Fassadenplatten, Blumenkästen oder alten Nachtspeicheröfen. Durch den unsachgemäßen Umgang mit asbesthaltigen Materialien können mikrofeine Fasern freigesetzt werden. Gelangen diese in den Organismus des Menschen (zum Beispiel durch Einatmen), können als Spätfolge gefährliche Tumore auftreten. Deshalb ist beim Umgang mit asbesthaltigen Materialen besondere Vorsicht gefragt.

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