Verbandssitzung
Architekt stellt Pläne für mögliche Schulsanierung in Babenhausen vor

Rund zwölf Millionen Euro würde eine Sanierung des alten Gebäudes des Babenhauser Schulzentrums verschlingen. Diese Summe nannte Architekt Kai Bertram jetzt in einer gemeinsamen Sitzung des Zweckverbands Realschule und des Schulverbands Mittelschule in Babenhausen. Laut Experten ist eine Sanierung dringend notwendig - und zwar nicht nur aus energetischer Sicht, sondern auch aus Gründen des Brandschutzes. Eine Entscheidung über eine mögliche Sanierung muss aber erst noch von den entsprechenden Gremien getroffen werden (siehe Infokasten).

Für Otto Göppel, Vorsitzender des Verbands Mittelschule, sind die zwölf Millionen Euro << eine Summe, die alle schockiert >>. Einig war man sich aber mit Landrat Hans-Joachim Weirather, Vorsitzender des Zweckverbandes Realschule, dass die Sanierung unerlässlich sei.

Lebhafte Diskussion über Kosten

Laut Architekt Bertram würden allein für die Außen- und Innenwände, die Decken, Dächer und sonstigen Baukonstruktionen 5,7 Millionen Euro anfallen. Vor allem gelte es aber, das Haus energetisch zu sanieren. Denn es ziehe an allen Ecken und Enden. Außerdem müssten unter anderem die sanitären Anlagen erneuert werden. Den Preis für technische Anlagen veranschlagte Bertram auf 3,2 Millionen Euro. Dabei schlage die Lüftung bereits mit 1,15 Millionen Euro zu Buche.

Bei der anschließenden Diskussion sah Gabriele Janowsky, Bürgermeisterin von Kettershausen, die Gefahr einer Verschuldung, << die alles lähmt >>. Dem stimmte Rathauschef Franz Grauer aus Kirchhaslach, nicht zu. Er forderte eine << zeitnahe Lösung >>. Gerhard Brosch, Bürgermeister von Winterrieden, sah keine überlasteten Haushalte, da sich die Maßnahme ja bis 2016 hinziehe. Zudem könne es nicht sein, dass neben dem gerade entstehenden Neubau eine Ruine zurückbleibe. Dem stimmte Babenhausens Bürgermeister Otto Göppel zu, zumal er ebenfalls keine Alternative zur Sanierung sah.

Amtskollege Michael Büchler aus Niederrieden wollte zunächst den Schlüssel wissen, nach dem die einzelnen Verbände und damit auch die Gemeinden belastet würden. Der sei noch offen, hieß es von der Verwaltung. Vermutlich werde aber der Schulverband Mittelschule rund 45 Prozent der Kosten tragen, die restlichen 55 Prozent der Zweckverband Realschule.

Landrat Weirather warnte vor einem << Geschacher >> um die Kostenverteilung. Er gehe davon aus, dass für rund 35 Prozent der zuwendungsfähigen Summe (etwa zehn Millionen Euro) Zuschüsse fließen, was drei bis 3,5 Millionen Euro entspricht. Unbestritten sei zudem, dass man die Schulen fit für die Zukunft machen müsse. Unmissverständlich machte er aber auch klar, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen müssten.

Mit einem prinzipiellen Ja zur Sanierung, aber erst nach Klärung einiger Details bis zur nächsten Sitzung, endete die gemeinsame Schulverbandssitzung.

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