Sontheim
21 neue Imkermitglieder im Landkreis ndash Zahl auch bayernweit erstmals nach 20 Jahren wieder gestiegen

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Die Unterallgäuer Imker werden wieder mehr, freute sich Kreisvorsitzender Donat Waltenberger auf der Herbstversammlung der Kreis-Imker in Sontheim. Rückblickend habe es im Jahr 2011 ein 'Traumbienenjahr' gegeben:

Von Mitte Februar bis Ende Juli hätten die Bienen immer etwas „zum Naschen gefunden“. Zeitversetzt habe sich die Varroa-Milbe in den Völkern vermehrt. Oftmals hätten die Imker das extreme Varroa-Problem unterschätzt. Die Probleme mit der Milbe seien auch in Österreich und der Schweiz erheblich, verdeutlichte Waltenberger.

Nach 20 Jahren des Rückgangs habe sich die Imkerzahl in Bayern um 321 Mitglieder erhöht. Insgesamt sei in diesem Zeitraum die Zahl aber von rund 24 000 auf etwa 22 000 gesunken.

Bayernweit sei Schwaben mit 84 Jung-Imkern vorn dabei und das Unterallgäu mit 21 Neuen 'spitze'. Begeistert zeigte sich Waltenberger von einem gestiegenen Frauenanteil. Die Anzahl der Bienenvöker ist im Freistaat um 42 Prozent gesunken, seit dem Jahr 2001 bayernweit auf 280 000 Völker.

Zehn Jahre lang Stellvertreter

Die Imker erhoben sich von ihren Plätzen, als Waltenberger dem verstorbenen Hermann Zettler gedachte. Der 61-jährige Zweite Vorsitzende habe 'mit Begeisterung an vielen Orten Vorträge über Imkerei gehalten und Lehrfahrten organisiert'.

14 Jahre lang sei er im Kreisausschuss und zehn Jahre lang Zweiter Vorsitzender gewesen.

'Die Honigbienen über das Jahr gesund halten' war das Motto eines Vortrags. Eine 'Winterruhe ohne Brut' sei bei Honigbienen der Region meist erst ab Mitte Dezember erreicht, sagte Dr. Ingrid Illis von der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Abteilung Bienenzucht in Veitshöchheim (Landkreis Würzburg).

In dieser Zeit sollten die Imker abgefallene Varroa-Milben zählen. Im Frühjahr sei das Pollenangebot 'sehr wertvoll zum Aufbau der Völker'. In Bildern zeigte Illis, wie die Winterbienen einen 'Fetteiweißkörper' aufbauen und von diesem 'Speck' zehren. Dieses Depot sei für die künftige Brut notwendig.

Jede Made brau

che zum Aufwachsen rund 145 Milligramm Blütenpollen. Das entspreche zehn Pollenhöschen (be

i jedem Flug könne eine Biene zwei Pollenhöschen füllen). Bienenvölker verbrauchten im Jahr 25 Kilogramm Blütenpollen, erklärte die Expertin weiter.

Ingrid Illis

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